Alkohol im Essen

  • Da ich schon seit Beginn meiner Schwangerschaft immer wieder mit diesem Thema konfrontiert werde, würde mich interessieren wie ihr das handhabt/ gehandhabt habt.


    Dass ich während der Schwangerschaft freiwillig keinen Tropfen Alkohol zu mir nehme, versteht sich von selbst. Allerdings bin ich mangels anderer Möglichkeiten fast täglich dazu gezwungen, in die Kantine (Auswahl zwischen zwei Gerichten) zu gehen und auch privat wird man ja öfter mal eingeladen und bekocht.


    Dabei kam es schon öfter vor, dass die Gastgeber Alkohol ins Essen gegeben hatten. Meist wurde dieser in eine Sauce verkocht, allerdings soll wohl auch dann immer noch ein gewisser Restalkohol in der zubereiteten Speise vorhanden sein.


    Ich bin dann immer im Dilemma. Dem Gastgeber vor den Kopf stoßen, der dann immer beteuert, dass ja aller Alk längst verkocht sei und nicht davon essen oder die Speise einfach trotzdem essen, nach dem Motto: Nur die Menge macht das Gift?


    In der Kantine ist es mir sogar schon öfter passiert, dass mir erklärt wurde es wäre kein Wein etc. in der Sauce, die aber hinterher eindeutig weinlastig geschmeckt hat bzw. konnte mir vorher gar niemand sagen, ob in dem Essen Alkohol verkocht wurde oder nicht.


    Wie handhabt ihr das? Bin ich zu übervorsichtig, wenn ich mir deshalb Gedanken mache? Ich habe irgendwie kein richtiges Gefühl dazu…

  • Um Alkohol zu verkochen reicht das "normale" KOchen nciht aus, da ist noch ein deutlicher Rest drin. Wenn du also in der Schwangerschaft keinen Alkohol zu dir nehmen willst, dann geht auch so etwas nicht.
    Wenn du es etwas lockerer siehst, dann ist das nichts anderes als mal ein Schluck Sekt oder ähnliches.


    Ganz ehrlich, man gewöhnt sich an Essen ohne Soße udn ja, man schmeckt solche Sachen irgend wann in der Regel raus. Ich kann ja nichts mit Zitronensaft/-säure usw. essen und dann muss man eben manchmal die Soße weglassen oder sie nur über kleien Ecken machen um zu probieren und dann nicht alles stehen lassen zu müssen.

  • Ich habe schon versucht, auch sowas zu meiden, bin allerdings bis heute unsicher, wie streng ich das nun handhaben möchte. Während ich in der Schwangerschaft selbst zumindest keine Saucen mit Wein mehr gekocht habe, gab es zB jetzt, seit Flip am Familientisch mitisst, durchaus schon 2-3 Mal Gerichte, wo in der Sauce auch Wein enthalten war. Und ich bin mir immer noch unsicher, ob das jetzt egal war oder doch nicht so gut....

  • Also, in der Situation, dass ich nahezu täglich mit dem Problem konfrontiert wurde, war ich nicht.
    Aber ich habe es generell ansonsten nicht so eng gesehen, wenn es wirklich nur um "so ein bißchen" ging. Außerdem habe in in jeder Schwangerschaft ein Alster getrunken. Und in einer Extremsituation (als meine Stute eingeschläfert wurde) hinterher sogar einen halben Schnaps. Nicht falsch verstehen, ich will Alkohol in der Schwangerschaft nicht gut heißen oder bagatellisieren, aber für mich war dieses Maß vertretbar.

  • Ich habe während der Schwangerschaft und auch jetzt während der Stillzeit keinen Alkohol pur zu mir genommen. Allerdings im Essen schon. Speziell im Käsefondue. Ich hatte dazu meinen FA gefragt, und der meinte, dass ich das ruhig machen kann. Ich hatte auch keine Bedenken.
    Über Soßen habe ich mir ehrlich gesagt keine Gedanken gemacht gehabt :autsch:

  • Hi Angelkiss,


    ich schließe mich Susannea an, dass Alkohl im Essen verkocht, dazu muß es schon sehr lange vor sich hin köcheln ( 2h müsste es schon sein!), also normalerweise ist schon noch Alkohol in Saucen etc. nachweisbar.


    Ich habe in meiner SS vorher immer gefragt, wenn wir im restaurant essen waren, und in der kantine steht es bei uns zum Glück drauf, bei euch nicht?


    Ich hätte einfach ein absolut schlechtes Gewissen gehabt, wenn ich in der SS Alkohl konsumiert hätte. Und für die relativ kurze zeit habe ich auch problemlos verzichten können.


    Übrigens ist es auch ein Ammenmärchen, dass Alkohol nur in den ersten 3 Monaten schädlich sein soll, denn die Hirnentwicklung des Kindes legt so richtig erst ab der 22-25. SSW los, und genau da schadet Alkohol nun leider mal besonders. Wegen Alkohol in der Sauce oder wenn man mal ein Schlückchen trinkt, wird das Kind keinen meßbaren Schaden davontragen, aber mein damit verbundenes schlechtes Gefühl hätte in keiner Relation zum "Genuss" gestanden.


    Wenn du dich also dabei nicht wohl fühlst, würde ich es auch potentiellen Gastgebern gegenüber erwähnen und ggf. auf das Essen verzichten. Immerhin bist du schwanger, da wird dir wohl kaum einer einen Vorwurf machen :) .


    Alles gute für die restlichen Wochen :wave:

  • Achso, ja, ganz vergessen: Nimm es als Übung für spätere Diskussionen über Erziehungsstil usw. Du möchtest es nicht, fertig aus. Also kannst Du konsequent ablehnen und ohne Sauce essen oder ganz was anderes. Wenn dann diskutiert wird, würde ich das je nach Gemütslage beenden mit den Worten "Ich habe mir meine Gedanken dazu gemacht und möchte es nicht, egal was Du nun dazu sagst". Den Satz kann man dann auch gut anwenden, wenn das Kind da ist und es darum geht, dass man es halt mal schreien lassen muss, dass eine Ohrfeige uns auch nicht geschadet hat, dass das Kind mit 5 Monaten doch ruhig ein Stück Kuchen haben kann und und und und... ;)

  • Achso, ja, ganz vergessen: Nimm es als Übung für spätere Diskussionen über Erziehungsstil usw. Du möchtest es nicht, fertig aus. Also kannst Du konsequent ablehnen und ohne Sauce essen oder ganz was anderes. Wenn dann diskutiert wird, würde ich das je nach Gemütslage beenden mit den Worten "Ich habe mir meine Gedanken dazu gemacht und möchte es nicht, egal was Du nun dazu sagst". Den Satz kann man dann auch gut anwenden, wenn das Kind da ist und es darum geht, dass man es halt mal schreien lassen muss, dass eine Ohrfeige uns auch nicht geschadet hat, dass das Kind mit 5 Monaten doch ruhig ein Stück Kuchen haben kann und und und und...


    Das klingt gut, das übernehme ich gleich mal für mich :thumbup:


    Bin der gleichen Meinung, wenn man nicht will dann eben nicht. Punkt. Keine Rechtfertigungstiraden. Und wenn jemand es anders machen möchte, kann er das ja auch tun.

  • Danke Mädels, für die schnellen Antworten.


    Eine Patentlösung wird es da wohl nicht geben, es hilft mir aber schon sehr, mal ein paar andere Meinungen neben dem obligatorischen: "Ach, was du wieder hast" meiner Umwelt zu hören :)


    Somit nehme ich auch Liz' Anmerkung, dies gleich als Trockenübung für Erziehungsthemen zu verwenden, gleich mal auf. ;)


    Grundsätzlich esse ich im Moment nichts mit Alkohol, da nehme ich auch in Kauf, dass ich mal was ohne Sauce essen muss... Nur manchmal weiß man eben (z.B. in der Kantine) gar nicht, was alles so in den Topf gegeben wurde und es wird leider auch nicht entsprechend gekennzeichnet (toll sicher auch für trockene Alkoholiker o.ä. :rolleyes2: )


    Wie schon einige schrieben, kommt das Thema ja nicht sooo häufig auf. Von daher denke ich auch, dass eine gelegentliche Sauce mit einem Schuss Rotwein unserer Maus nicht direkt schaden dürfte. Aber dennoch bleibt ein schlechtes Gewissen, eben weil ich das mit der Hirnentwicklung und dem Restalkohol nach dem Kochen ( :wave: zu Loreley und Susannea) auch weiß.


    Ich bin weiter gespannt, wie hier die Meinungen zu dem Thema sind. :angel:

  • Obwohl ich noch nicht schwanger war, sehe ich das auch eher locker. Allerdings hätte ich schon Bedenken, wenn in der Kantine, in die Du ja täglich gehst, keine Kennzeichnung erfolgt. Der Hinweis auf trockene Alkoholiker ist da nicht fehl am Platz.


    Zu Hause kocht man ja eher nicht jeden Tag mit Alkohol, von daher seh ich da nicht das Problem. Aber wenn ich täglich nicht wüsste, was ich esse, würde ich mir Sorgen machen. Vielleicht weist Du das Kantinenpersonal mal darauf hin, dass die fehlende Kennzeichnung nicht nur für Schwangere ein Problem ist.

  • Eure Kantine finde ich ja seltsam. Bei uns ist das ganz klar gekennzeichnet und es gibt immer zwischen 2 und 3 Speisen zur Auswahl von denen wenn überhaupt höchstens in einer Alkohol enthalten ist.
    Wobei ich es auch seltsam finde, dass ein Gastgeber aus dem privaten Umfeld Dir als Schwangere so was vorsetzen. Auf so etwas achte ich wenn ich Gäste habe genau so wie darauf nichts zu kochen von dem ich weiß das es der Gast nicht mag. Man kann so was mal vergessen aber dann noch darüber zu diskutieren finde ich schon recht befremdlich. Mir wäre das als Gastgeber eher unangenehm und ich würde schauen das ich für die Schwangere wenn möglich eine Alternative finde. Ich setzte ja auch keinem Vegetarier einen Rinderbraten vor und sage ihm dann er soll sich nicht so anstellen. Er hat das Tier ja nicht persönlich umgebracht.


    Ich persönlich versuche Alkohol im Essen so gut es geht zu vermeiden. Sprich ich würde mich nicht bewusst für Speisen entscheiden in der Alkohol enthalten ist. Wenn es aber dann so wäre z.B. weil man eingeladen ist und der Gastgeber nicht daran gedacht hat oder ich im Restaurant versehentlich etwas mit etwas Alkohol bestelle würde ich es auch essen. Bis auf eine Eierlikörpraline ,die ich versehentlich ausgewählt hatte, ist das aber noch nie vor gekommen. Und ja die Praline habeich dann auch gegessen und nicht wieder ausgespuckt.


    Was Radler/ Alster angeht mische ich mir Meines selber aus alkoholfreiem Bier und Zitronenlimo. Normales Radler würde ich nicht trinken. Wobei ich jetzt auch nicht glaube das ein Schluck Radler gleich riesen Schäden verursacht aber bei einer geschmacklich so guten Alternative käme ich gar nicht auf die Idee auf normales Radler zurück zu greifen.

  • Ich trinke seit ich schwanger bin auch eigentlich absolut keinen Alkohol pur...


    Die ausnahme die ich schon gemacht hab liegen beim Essen das war einmal eine Soße mit Cognac und einmal eine mit Weißwein...


    Achja und einen Minischluck Wein letzes WE weil mein Mann eine 120€ Flasche geöffnet :peitsch: hat und ich nun wissen wollte ob sich so viel Geld für einen Wein lohnt :irre:


    Ich seh das nicht so eng... mehr als ein Minischluck oder im Essen könnt ich aber auch nicht verantworten...

  • Ich war auch sehr streng - ich habe sogar reife Bananen gemieden (haben extrem viel Alkohol!).


    Ich hatte dazu aber auch sehr viel gelesen das mich sehr überzeugt hatte und ich daher auch null Problem hatte das durchzuziehen.


    Übrigens ist es in der Stillzeit lange nicht so schlimm wie viele denken, das habe ich hier im Forum auch mal vorgerechnet. Ab dem Tag an dem mein Kleiner gegessen hat (und somit auch an natürlichen Alkohol in Obst gelangen konnte) habe ich auch wieder Wein getrunken! Bei meinem Großen habe ich mir das 14 Monate verkniffen, das fiel mir echt schwer (plus die Schwangerschaft und zuvor sogar alle Zyklen nach ES!) - und ich war sehr froh dass ich das mit dem Stillen beim 2. Kind dann wußte!

  • Ich bin eher bei "die Dosis macht das Gift". Wenn ich MAL ein paar Löffel Soße esse, wo ein bisschen Wein dran ist, sehe ich das nicht als schlimm an.
    Schwierig wäre es für mich, wenn es jeden Tag wäre und/oder mehrere Speisen betreffen würde.


    Seit der Geburt bin ich auch noch lockerer. Wir haben dieses Jahr viele Familienfeiern, wo ich dann auch schon mal ein Glas Sekt trinke. Aber eben auch nur eins.


    Letztendlich musst du das aber so handhaben, wie es dir am besten passt. Es nützt ja nichts, wenn wir hier sagen, dass du es lockerer sehen sollst, du dich damit aber nicht wohl fühlst.

  • Ich habe es gehandhabt wie Selina: In der Schwangerschaft habe ich da streng drauf geachtet (wobei ich das mit den Bananen nicht wusste, aber sowieso keine reifen Bananen mag) und da habe ich mir auch von keinem reinreden lassen, von wegen, der Alkohol ist doch rausgekocht!


    In der Stillzeit, trinke ich aber je nach Anlass durchaus mal ein Gläschen Sekt oder Wein.


    Ganz ehrlich, seit Februar 2009 bin ich schwanger, oder stille oder beides gleichzeitig, nein danke, irgendwann ist ja auch mal gut und ich habe da einfach mal meiner Hebamme vertraut, die sagte, dass ein Gläschen ab und an nicht schadet!

  • 1. Wieviel Alkohol wurde in die Soße gegeben? Wenn man von 11% Alkoholgehalt im Wein ausgeht und vielleicht 100 ml Wein in die Soße kamen, sind das um die 15g reiner Alkohol.
    2. Alkohol verdunstet durch das kochen (da er bei niedrigeren Temperaturen als Wasser siedet), aber er geht auch Verbindungen mit den anderen Zutaten im Essen ein, so daß meist doch noch Alkhol über bleibt. Ich meine gelesen zu haben, dass bis zu 1/5 des Alkohols auch nach Aufkochens zurück bleibt. In unserem Beispiel wären das 3g.
    3. Wer nimmt die Alkoholsoße zu sich? Am Einleuchtesten ist vielleicht die wahrscheinliche Promille im Blut der schwangeren Person zu berechnen. Dazu muss Gewicht und Geschlecht bekannt sein. Bei einer Frau nimmt man einen Verteilgungsfaktor von 0.6 an, der wird mit dem Körpergewicht multipliziert um das sogenannte reduzierte Körpergewicht zu erhalten (= Gewicht des im Körper befindlichen Wassers). Macht 0.6 x 60kg, also 36. Um die ungefähren Promille zu ermitteln, wird der zugenommene Alkohol in g durch das reduzierte Körpergewicht geteilt, also 3/36 = 0.08 Promille (nach Widmark).
    4. Wie schnell wird der Alkohol abgebaut? Rechtlich geht man von 0.1-0.2 Promille je Stunde aus, die abgebaut werden. In unserem Beispiel ist der aufgenommene Alkohol also komplett nach weniger als einer Stunde wieder aus dem System verschwunden.


    Hinzu kommt noch, dass mit einem Essen zusammen (je nach Fettgehalt) der Alkohol langsamer aufgenommen wird und entsprechend der Abbau im System fast genauso schnell statt findet wie die Aufnahme. Der Fetus ist dann also noch kürzer, wenn überhaupt, einer sowieso nur sehr sehr geringen Menge Alkhol ausgesetzt.


    Mein Fazit: Ich glaube nicht, dass Weißwein in einer Soße dem Fetus schadet, solange man nicht täglich und in größeren Mengen solche Soßen geniesst. Wahrscheinlich ist der Stress, den du hast, weil du nicht weißt was du den Gastgebern sagen sollst, schädlicher. Ich selbst trinke und esse auch keine Alkohol, habe aber keinerlei Probleme das einem Gastgeber zu sagen.
    Und ein fetales Alkoholsyndrom entsteht nicht aus einer Weinsoße oder einem Schluck Sekt zu Silvester. Die betroffenen Mütter sind meist Alkoholikerinnen mit einem täglichen Konsum im hohen zweistelligen Gramm-Bereich.


    Edit: Neben Bananen enthalten auch Obstsäfte Alkohol. Hier mal ein paar Beispiele:
    Traubensaft ~ 4,0 g/l
    Apfelsaft ~ 2,0 g/l
    Bananen ~ 6,0 g/kg
    Grapefruit ~ 1,0 g/kg
    Weißbrot ~ 2,0 g/kg
    Roggenbrot ~ 3,0 g/kg
    Kefir ~ 5,0 g/kg
    Sauerkraut ~ 5,0 g/kg


    Sind aber auch keine super bedenklichen Mengen.

  • Danke Flame - das ist sehr interessant mal zu lesen.


    Bzgl. kleinen Mengen bin ich immer zwiegespalten. Ich habe damals z.B. diese Hinweise gelesen:


    http://www.null-alkohol-voll-p…l-und-Schwangerschaft.pdf


    Und dann ja entschieden gar keinen Alk zu trinken.


    Andererseits denke ich, dass viele Menschen ja hauptsächlich von Obst udn Gemüse und Getreide leben (müssen) - und es ja völlig natürlich ist, dass manche Lebensmittel Alkohl haben. Und es daher irgendwo auch normal sein müsste ... nur die Anzahl der Fehlgeburten nach Alkoholkonsum hatte mir halt immer angst gemacht.

  • Man muss es im Verhältnis sehen. Alkohol als Getränk während der Schwangerschaft ist sicherlich schädlich, da beißt die Maus keinen Faden ab. In der Broschüre steht aber auch explizit "regelmäßiger Konsum". Davon kann man bei Nahrungsmitteln ja nun auch nicht gerade reden.
    Die o.g. Nahrungsmittel enthalten dann auch noch nur sehr geringe Mengen. Und dann muss man das Gleichgewicht zwischen Aufnahme durch den Magen-Darm-Trakt und Abbau des Alkohols durch die Leber betrachten.


    Vereinfacht gesagt: die Mutti isst den Alkohol, durch Magen und Darm wird dieser in den Körper aufgenommen. Er kommt aber nicht sofort beim Baby an (das ist in der Broschüre falsch), sondern geht zuerst durch die Leber (über das Pfortadersystem). In der Leber sitzen auch die Alkohol abbauenden Enzyme. Das Blut vom Darm zur Leber und weiter zum Herzen ist noch sauerstoffarmes (aber nährstoffreiches) venöses Blut. Das würde dem Baby so erstmal nichts nützen (da kein Sauerstoff drin ist). Das Blut mit dem ALkoholrest drin geht dann nämlich erstmal weiter zum Herzen, durch die Lunge, dort wird Sauerstoff aufgenommen und übrigens auch nochmal Alkohol abgegbaut, zurück zum Herzen und erst dann zur Plazenta. Die Plazenta wird nämlich durch sauerstoffreiches arterielles Blut versorgt. Ergo hat der Körper der Schwangeren Zeit den wenigen Alkohol, den man gegessen hat, abzubauen bis das Blut beim Baby ankommt.


    Ich habe auch schon Kinder mit FAS gesehen und die entsprechenden Mütter haben sicherlich weit mehr als eine Weinsoße genossen. Meist ist das auch nicht das einzige Problem in den Familien gewesen. Will sagen: wer sich wegen Weißwein in einer Soße sorgen um sein Baby macht, steht sicherlich nicht in Gefahr ein FAS zu erzeugen ;)

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