Freut ihr euch, wenn euch Besuch als Mitbringsel Nahrungsmittel/Getränke überreicht?

  • Wir trinken beides nicht und für das bisschen, das wir vielleicht mal zum Kochen brauchen, haben wir mehr als genug Wein zu Hause ;).

    Für mich gilt beim kochen ohnehin generell:


    "Willst Du den Geschmack versauen, einfach etwas Wein reinhauen!"


    Ich mag das überhaupt nicht und hab es bisher noch jedes Mal rausgeschmeckt wenn jemand Wein beim kochen verwendet hat. Gab auch genügend Gelegenheit, denn immer wieder auf's Neue fühlen sich Freunde und Bekannte aufgefordert doch mal auszuprobieren, ob man mich da nicht doch überlisten kann. Bisher - complete fail.

    Ganz schlimm finde ich auch mitgebrachtes Körperpflegezeug. Ich bin da echt pienzig

    Ja, das wirkt immer so, als hätte man's nötig. Sollen die Leute doch einfach ohne Geschenk kommen. Ich spreche Einladungen aus und keine Einkaufungen.

  • Sollen die Leute doch einfach ohne Geschenk kommen.


    Das geht einfach nicht, das passt nicht in unsere Kultur.
    Mir ist ein einziges Mal passiert, dass ich nicht wusste was mitbringen, wir wurden am Abend des 30.4. spontan für den nächsten Tag=Feiertag eingeladen.
    Also stand ich vor der Wahl Kräuterbouquet oder Blümchen aus dem eigenen Garten, für Gastgeber, die ich überhaupt nicht kannte.
    Zum Glück habe ich die Blumen gewählt. Sie kochen nämlich beide nicht.


    Aber ohne Geschenk wäre ein no-go, da fühlt man sich doch nicht gut.

  • Ich dachte immer, Geschenke seien dazu da, dass sich der Beschenkte freut und nicht dazu, dass der Schenkende sich gut fühlt. ;)


    :like:








    :flowers: :D




    Es ist aber doch oft so, dass der Gastgeber keine Geschenke erwartet. Man selbst denkt aber bei einer Einladung, man müsse etwas mitbringen.

    Heute hier, morgen dort, bin mal da und mal fort....


    Manchmal träume ich schwer, und dann denk ich es wär',
    Zeit zu handeln und mal was ganz Andres zu tun,
    So vergeht Jahr um Jahr, und es ist mir längst klar,
    dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war.


    Dass man mich kaum vermisst, schon nach Tagen vergisst,
    wenn ich längst wieder anderswo bin,
    stört und kümmert mich nicht, vielleicht bleibt mein Gesicht,
    doch dem Ein' oder Andern im Sinn.

  • Sollen die Leute doch einfach ohne Geschenk kommen. Ich spreche Einladungen aus und keine Einkaufungen.


    Ich bin gerade sehr froh, dass genau das bei uns im Bekanntenkreis normal ist :)
    Wenn ich das Gefühl habe, etwas mitbringen zu müssen, frage ich für gewöhnlich nach, ob ich etwas zum Essen beisteuern kann oder es gibt Blümchen für die Gastgeberin.
    Körperpflege finde ich auch eher befremdlich, Selbstgemachtes ausgenommen.

  • In meinem Umfeld war diese Mitbringerei früher gar nicht so üblich, ich weiß gar nicht, wann sich das so eingeschlichen hat. Ich würde es am liebsten abschaffen. Ok, bei Einladungen im großen Stil oder offizielleren Dingen vielleicht. Aber ansonsten....ich halte es da völlig mit Lord :D

  • Und gerade Selbstgemachtes ist doch toll. Es überrascht mich ehrlich, dass so viele von Euch das nicht mögen und es gar WEGWERFEN würden! Ich bin keine Marmeladenesserin, aber zur Not verbacke ich es halt, denn selbst beim Backen merkt man hochqualitative Zutaten. Gemüse und Obst? Rein in den Gefrierschrank!


    Ich mag Selbstgemachtes nicht so gern. Gerade Marmeladen sind mir oft zu süß und treffen selten meinen Geschmack. Allerdings bin ich bisher verschont geblieben. Hier macht niemand Marmelade selbst, außer meine Schwiegermutter - die isst mein Mann aber recht gern. Nur wenn schon 5 Gläser verschlossen rumstehen und sie weitere anschleppt, sage ich auch, dass wir die gerade echt nicht brauchen.


    Übrigens ist es auch so mit Weihnachtsplätzchen. Ich selbst backe diese kaum, weil mir die Zeit fehlt. Viele sind mir auch hier wieder zu süß. Also meint SM, uns tonnenweise Plätzchen schenken zu müssen. Die alle gut sind, keine Frage, man traut sich kaum, diese abzulehnen.


    Gemüse und Obst ist natürlich toll. Aber man muss die Zeit haben, das Zeug zeitnah zu verarbeiten. Der beste Gefrierschrank nützt ja nichts, wenn ich da ganze Kirschen oder Zucchini rein tun soll.


    Aber wie schon geschrieben, die Schenkerei gibt es hier eh nur zu Geburtstagen und dann ist es etwas Richtiges.


    Übrigens bin ich erstaunt, wie viele von Euch keinen Wein mögen. Aber es stimmt schon, meist bringt man Rotwein mit, obwohl viele den Weißen lieber mögen (geht mir auch so).

  • Ich vermute mal, man bringt immer Rotwein mit, weil man den bei Bedarf gleich trinken könnte. Weißwein muss ja erstmal in den Kühlschrank.


    Mich wundert ehrlich gesagt auch, wie viele keinen Wein trinken. Wir trinken eigentlich jeden Tag zum Abendessen ein Glas, wenns nicht ganz scheußlich ist gehts also weg. Nicht-weintrinker (von Schwangeren mal abgesehen) gibt es in meinem Umfeld genau einen. Liegt sicher an der Gegend!


    Aber ist ja schön, dass die Menschen verschieden sind.

  • Ich hab das Gefühl, wir sind total wahllos und die Saufnasen


    Klar gibt es schönere und weniger schöne Mitbringsel, leckere und nicht so leckere Sachen.


    Aber ich muss zugeben, dass das meiste bei uns Verwendung findet. Was gar nicht geht an Naschis, stelle ich tatsächlich auch ins Lehrerzimmer. sie auf den Büroflur. Ansonsten: Wein find ich toll, Essig und Öl geht immer weg bei uns, weil wir total viel brauchen, Stehrumchen sind ok, weil ich scheinbar Freund/innen mit Geschmack habe.


    So ist das bei uns auch :unauffaellig: Aber wie gesagt, sind Geschenke bei uns eher unüblich und da wir mitten in der Großstadt leben, kommt auch niemand "mal eben" mit 10kg Äpfeln vorbei :S

  • Der Idealfall ist doch, wenn der Beschenkte sich freut UND der Schenkende sich gut fühlt :)
    Ohne Geschenk aufzutauchen wird schnell verstanden als "du bist mir nichts wert". Damit meine ich allerdings v.a. "richtige" Besuche/Einladungen, nicht den Ruf über den Gartenzaun "Hallo Nachbarin, ich mach grade Kaffee, trinkst du einen mit?".


    Ich bin vielleicht ein wenig empfindlich, weil wir tatsächlich Verwandte haben, die gern mal "was" mitbringen. Einmal war es ein Russe, einmal ein Afrikaner. Unangemeldet. Und als einziges "Geschenk".
    Kürzlich waren sie ohne Geschenk bei meiner Mutter, die ziemliche Schmerzen hatte und sich seit Wochen nicht mehr zum Einkaufen rausgetraut hatte, weil sie Angst hatte, vor Schmerzen nicht mehr heimzukommen.
    Sie haben ihr den Tiefkühler leergefressen, während meine Mutter die Küche aufgeräumt hat wurde ein Nickerchen gehalten, dann fuhren sie wieder.
    "Ohne Geschenk" werde ich vermutlich immer mit Menschen wie ihnen assoziieren :angry:


    (Das beste Geschenk wäre in dem Fall natürlich gewesen, statt Nickerchen einkaufen zu fahren)

  • Paso, pack doch das ganze Zeug von Zeit zu Zeit ein und schick es mir. :D Du kannst Dir nicht vorstellen, was es hier für einen Nutella-Verbrauch gibt, von Süßem ganz zu schweigen. Gerade mein Mann ist da ne echte Vernichtungsmaschine.


    Ich freu mich eigentlich immer sehr über kulinarische Mitbringsel, gerade über Marmelade und Gewürze. Mit Alkohol, Alkoholpralinen etc.. kann man mich allerdings jagen. Wird hier nicht verbraucht.


    Ich finde es total schade, dass Du die Sachen so oft wegwerfen musst, aber was sollst Du sonst machen? Die Alternativen scheiden ja leider alle aus.

  • Das einzige Mitbringsel, das diesbezüglich ok wäre, wäre ja eben Wein. Ich trinke aber nur weißen. Und die Besucher bringen prinzipiell roten. Deshalb verschenke ich ja auch ständig Rotwein, weil wir in Abstellraum, Alkoholschrank und überall den absoluten Rotwein - Overflow haben.


    Vielleicht denken viele auch, ich mag Rotwein, weil ich ihn selber immer verschenke. Ich sag ja nicht dazu, daß ich ihn einfach loswerden will, weil ich ihn nicht mag :autsch:

  • Vielleicht liegt da das Problem dass ihr viel Besuch bekommt von Leuten die dich nicht soo gut kennen? Bei mir weiß jeder dass man mir nicht mit Weißwein oder gar Sekt kommen braucht ...

  • Ich glaube wirklich, dass Du mit dem Weiterverschenken des Rotweins den Eindruck erweckst, dass Du gerne Rotwein trinkst.
    Wir haben durchaus schon mehr als 1x Weißwein geschenkt bekommen. Einfach weil ich da recht frei raus sage, dass bei Rotwein ja nur mein Mann was davon hat.


    Bei Obst und Gemüse sage ich recht offen, was bei uns verzehrt wird und was nicht. Was bei uns keiner isst, wird wieder mitgegeben. Obst das nicht gelagert werden kann gebe ich auch zurück, wenn ich gerade keine Zeit/Lust zum Verarbeiten hab. Da ich aber schon oft genug selbst auf Bergen von irgendwelchem Obst gesessen bin und quasi Hilfe beid er Verarbeitung erbettelt habe, nehme ich auch gerne mal was ab.


    Diese Nutella-Gläser habe ich schon im Großmarkt gesehen und kann sie mir daher vorstellen. Frag doch ganz pragmatisch im Bekanntenkreis, ob nicht jemand eine Plastikschüssel voll bei Dir abholen mag, weil es sonst schlecht wird. Mit ein bischen Gejammer wird das schon.


    Ansonsten muss ich sagen, dass ich Chutneys und Marmelade z.B. häufig nicht selbst kaufen würde, aber dann halt auch mal was esse, was ich nicht 100% mag oder kaufen würde. Das mach ich ehrlich gesagt noch lieber, als 1000. Dekosachen hier rum stehen zu haben. (Die Wohnung meiner Mutter war da echt das erschreckende Beispiel von Jahrzehnten solcher Besuchergeschenke, weil sie auch echt nix wegschmeissen konnte).


    Gibt es bei Euch echt keinen Tafel-Laden der näher ist oder gibt es nix in der Kirchengemeinde wo man Nahrungsmittel hin spenden kann? Auch im Ort Deiner Arbeit.
    Grüße
    Janka

  • Anmerkung am Rande: aus dem überschüssigen Rotwein und den überschüssigen Birnen oder Zwetschgen von der Nachbarin kann man mit wenig Aufwand Birne/ Zwetschge in Rotwein einkochen und dann entweder zu Weihnachten der Nachbarin schenken oder selber essen. Habe diesen Sommer so diverse Mäßig gute Flaschen halbtrockenen Rotwein bei meiner Mama im Keller "entsorgt". Halbtrockenen trinkt bei uns keiner.


    Auch in rotweinsossen oder Risotto wandert das ein oder andere Geschenk.


    Löst zwar nicht dein Zeitproblem, aber wäre eine günstige Entsorgung. Außer ein wenig Zucker und Zimt braucht es nämlich keine weiteren Zutaten.

    verliebt seit 4.11.07, verlobt seit 4.5.08, verheiratet ...Juli 2010

  • Das einzige Mitbringsel, das diesbezüglich ok wäre, wäre ja eben Wein. Ich trinke aber nur weißen. Und die Besucher bringen prinzipiell roten. Deshalb verschenke ich ja auch ständig Rotwein


    :rofl: :rofl: :rofl:


    Wahrscheinlich geht es Deinen Besuchern genauso wie Dir. :D


    Mal ernsthaft: Wie wäre es mit Rotweinkuchen oder Rotweingelee? Oder eine HoFo-Weintauschbörse? ;)

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