• Mein Freund ist selbstständig mit ner Landwirtschaft.
    Er möchte einen Ehevertrag.
    Ich war schon mit ihm bei seinem Anwalt.War aber sehr enttäuscht weil er Gütertrennung vorgeschlagen hat.Mein Freund will dass der Betrieb rausgenommen wird.
    Sein Vorschlag ist dass er mich mitanstellt für 1000 Euro brutto.das Geld könnte ich komplett sparen.im Fall einer Trennung hätte ich dieses Geld dann.
    Ich weiss nicht ob ich da nicht benachteiligt bin.Man kann es doch bestimmt irgendwie mit Zugewinn lösen oder nicht?

  • Ich halte allgemein nichts von einem Ehevertrag ist. Das ist es doch worum es in einer Ehe geht. Was dein ist ist auch mein. Außerdem ist bei mir Scheidung erstmal keine Planbare Option. Sollte wirklich soweit kommen muss man sich als Ehepaar eben darauf besinnen warum man sich dazu entschlossen hat diesen Schritt zu gehen und erwachsen und vor allem Respektvoll mit einer Trennung bzw. Scheidung umgehen.

  • Wenn ihr nix macht seid ihr eine Zugewinngemeinschaft. D.h. Theoretisch halbe halbe von allem was während der Ehe erwirtschaftet wird.
    Was arbeitest denn du, unterscheiden sich eure Verdienste sehr?Machst du gar nichts im Betrieb?


    Es ist glaube ich sehr schwer einen Ehevertrag zu machen, der nicht anfechtbar ist. Und 1000 € brutto ( das bedeutet für mich, da kommt noch was weg) ich weiß nicht.

  • Hallo,
    wir werden auch einen Ehevertrag machen. Weil das Risiko zugroß ist wenn mein Schatzel mal im Betrieb eingestiegen ist. Wir werden den dann auch erst dann machen. Daher kann ich dir dazu leider noch nicht viel dazu sagen. Aber ich versteh deinen Verlobten warum.


    Tine-84: Das er eine Ehevertrag möchte ist logisch es ist sein existenz. Ich habe schon mitbekommen das manche ihre Betriebe wegen der Scheidung nicht mehr führen konnten. Weil sie die Frau zur Hälfte auszahlen mussten und dann konnte sie sich den Betrieb nicht mehr leisten.


    Grüße

  • Ob Ehevertrag ja oder nein oder was reinschreiben: da kann man wohl schwer einen Rat geben: Redet offen drueber und wenn du wirklich nicht weisst, dann geh zu einem Rechtsanwalt deiner Wahl...

    “Adventure is a path. Real adventure – self-determined, self-motivated, often risky – forces you to have firsthand encounters with the world. The world the way it is, not the way you imagine it. Your body will collide with the earth and you will bear witness. In this way you will be compelled to grapple with the limitless kindness and bottomless cruelty of humankind – and perhaps realize that you yourself are capable of both. This will change you.[...]” – Mark Jenkins

  • Ich denke auch, dass es am Sinnvollsten ist da professionelle Hilfe einzuholen, also einen Rechtsanwalt zu befragen. Das kostet zwar ein paar Euro aber da seid ihr beide auf der sicheren Seite, dass der Vertrag auch so aufgesetzt ist, dass ihr beide das bekommt was ihr haben möchtet.

  • Ich finde einfach die Vorstellung, dass man noch bevor man verheiratet ist schon die Scheidung vorbereitet. Mit Gründen wie selbstständig in der Landwirtschaft kenne ich mich leider nicht aus. Aber schön finde ich das trotzdem nicht.

  • Ich kann das schon nachvollziehen, dass dir das erstmal unangenehm erscheint, aber ich denke bei den beiden ist wirklich eine Notwendigkeit gegeben. Das klingt jetzt auch für mich nicht so, als wären die beiden nicht überzeugt von Ihrer Vereinigung.

  • ich stimme tine zu, dass es irgendwie nicht schön ist, einen ehevertag zu machen. das ist so, als ob man gleich die trennung plant :-S trotzdem finde ich es in dem fall wichtig, den wahrscheinlich müsste er seinen landwirtschaftsbetrieb aufgeben, wenn ihr euch trennen solltet. an sich finde ich die regelung gut, dass er dich anstellt und du dann aus dem hof geld bekommst. immerhin hast du dann auch was davon.

  • Ich bin kein Experte, aber ich verstehe das Problem nicht.


    Folgendes bedeutet Zugewinngemeinschaft:
    Getrennte Vermögensmassen
    Bei der Zugewinngemeinschaft bleiben die Vermögensmassen der Eheleute getrennt, § 1363 Abs. 2, Satz 1 BGB.Jeder Ehegatte bleibt auch während der Ehe Alleineigentümer seiner Vermögensgegenstände und verwaltet sein eigenes Vermögen selbst.Wenn eines der Gegenstände des Ehegatten kaputt gehen und die Eheleute hierfür Ersatz beschaffen, so gehört dieser Gegenstand allein demjenigen, der Alleineigentümer des alten kaputten Gegenstandes war.
    Da dein Zukünftiger den Betrieb bereits hat, ist der Betrieb eh schon aus und vor. Und alles, was Ihr in Eurer Ehe dazugewinnt, also einnehmt und euer gemeinsames Vermögen vermehrt, teilt ihr dann bei der Scheidung. Der Betrieb gehört also sowieso noch ihm. Stell dir vor du wirst schwanger und hast damit kein eigenes Einkommen mehr, da du dann zuhause bleibst. Dann stehen dir gerade mal nach der Trennung die 1000,-€ monatlich abzgl. Abgaben zu, obwohl der Betrieb viel mehr Gewinn gemacht hat und du ja wegen eurem GEMEINSAMEN Kind zuhause bist.
    Also ich würde das niemals unterschreiben und wundere mich doch sehr, wie dein Zukünftiger das von dir erwarten kann.
    Aber wie gesagt, das ist nur meine subjektive Meinung ohne Expertin in irgendeiner Weise zu sein. Gehe zu einem Anwalt - und zwar zu deinem eigenen und nicht zu dem von deinem Mann.
    Ich wünsche Dir auf jeden Fall ganz unabhängig davon, eine wunderschöne Ehe OHNE Scheidung :)

  • Wir werden keinen Ehevertrag machen, aber ich habe schon von vielen gehört, die selbstständig sind und beteiligt an einer Firma sind, dass diese Ehepaare einen Ehevertrag abschließen. Da wir keinen haben, hab ich mir noch keine Gedanken dazu gemacht. Ihr müsst auf jeden Fall darüber reden und sag ihm deine Bedenken. Bin mir aber sicher, dass das nichts mit der Liebe mit Dir zu tun hat. Evtl wollen dies seine Eltern so, ist ja bestimmt ein Familienbetrieb.

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