Auto verkaufen - was beachten??

  • Hallo zusammen!


    Ich habe einen alten Fiesta, den ich verkaufen will, da wir den gebrauchten Wagen von meinen Schwiegereltern am Wochenende bekommen.


    Hat jemand von Erfahrung, was man beachten muss, wenn man ein Auto verkaufen will? Erst abmelden, dann verkaufen? Versicherung soll übernommen werden, hab doch schon mit meinem Versicherungsfritzen gesprochen.


    Wahrscheinlich bekomm ich sowieso nix mehr für meinen alten roten Flitze, aber wer weiß...


    wäre über jeden Tipp dankbar,


    lg
    Elli :P

  • Hallo Elli !


    Grundregel beim Privatverkauf:


    - Kaufvertrag machen und mit Datum und Uhrzeit unterschreiben lassen (Ausweisdaten vom Käufe prüfen...)


    - Für An-/Teilzahlungen Quittung geben


    - Brief erst nach vollständiger Zahlung übergeben (ist ein Inhaberpapier *g*)


    - Am besten Auto vor Verkauf abmelden, dann braucht der KÄufer aber evtl. Überführungsschilder, weil man nach dem Abmelden nur noch nach Hause oder zum endgültigen Standort fahren darf (in erreichbarer Nähe).


    Bei der Abmeldung gibts dann ja auch glech nen Schein für die Versicherung, dass das Auto verkauft wurde.


    Mit der Vorgehensweise sind wir bisher immer ganz gut klargekommen. Wenn du das Auto angemeldet verkaufst kann es eben passieren, dass der KÄufer auf deine Kosten Strafzettel verursacht oder Straftaten begeht, die dann auf dich zurückfallen und das bedeutet immer ne Menge Stress - daher ist ein vollständiger Kaufvertrag mit Übergabezeitpunkt recht gut, denke ich....


    Das müssten die wichtigsten Punkte gewesen sein - aber beim Kauf eines alten Fiestas wirst du nicht gerade mit der Mafia als potentiellen Käufern rechnen müssen *weglach*


    Liebe Grüsse,
    Stefanie

  • bear hat ja schon gute Tips gegeben :)


    Als wir unseren Fiesta verkauft haben vor einem Monat, haben wir ihn bewusst nicht vorher abgemeldet.


    Haben uns so den Weg zum Amt gespart, da mein Mann immer arbeitet, wenn die aufhaben - ein paar Tage später bekamen wir den Abmeldungsbescheid.


    Dummerweise war es kein Privatkäufer, sondern ein Gebrauchtwagenhändler, der meinen Schatz "übers Ohr gehauen" und so um 1000 Euro runtergehandelt hat. War kein Betrug in dem Sinne, aber er hat Sachen gesehen, die einem Normalsterblichen (auch uns) nicht aufgefallen wären und hat so getan, als ob das Auto damit quasi fast schrottreif wäre.


    Naja, wer lebt, lernt ;)


    LG,


    Jana

  • Vielen Dank Euch beiden!


    Mal schauen, ob ich überhaupt noch was für die Kiste bekommen. Ansonsten gibt es hier immer wieder Abnehmer, die Autos dann nach Polen überführen. Hmm, werd mich mal umschauen.


    Jedenfalls hat SChatzi heute den gebrauchten Wagen von meinen SChwiegis bekommen, sogar mit Klimaanlage - echter Luxus bei diesen Temperaturen...


    LG


    Elli


  • Hallöle....


    ich sitze jeden Tag 10 Stunden bei einer Versicherungsgesellschaft... :D und bearbeite Kaufverträge, Abmeldungen, etc.


    Also... Du kannst auch gerne das KFZ angemeldet lassen und es verkaufen... wie Bear geschrieben hat mit Datum und Uhrzeit... das ist korrekt.


    Denn sollte der Käufer nach dem Kauf geblitzt worden sein, kann man Dich nicht mehr zur Haftung ziehen!


    Der Käufer verpflichtet sich, das KFZ innerhalb der nächsten 3-4 Tage umzumelden.


    Ich würde das KFZ nicht vorher abmelden, da es für den Käufer immer mit Schwierigkeiten verbunden ist, rote Kennzeichen herzubekommen. Zudem kosten diese Kurzzeitkennzeichen auch ca. 100,00 Euro (je nach Gesellschaft verschieden).


    LG
    Dani

    Am 26. Juli 2003 gaben wir uns in der Rhön das Ja-Wort vor dem Standesamt und am 02. August 2003 war unser großer Festtag!

    Einmal editiert, zuletzt von Murmeli74 ()

  • Zitat

    Original von Murmeli74
    Also... Du kannst auch gerne das KFZ angemeldet lassen und es verkaufen... wie Bear geschrieben hat mit Datum und Uhrzeit... das ist korrekt.


    Denn sollte der Käufer nach dem Kauf geblitzt worden sein, kann man Dich nicht mehr zur Haftung ziehen!


    Der Käufer verpflichtet sich, das KFZ innerhalb der nächsten 3-4 Tage umzumelden.


    Das Problem entsteht immer dann, wenn der neue Halter sich nicht ermitteln lässt, dann wird der zuletzt bekannte Halter belangt, egal ob der Käufer zu etwas verpflichtet ist oder nicht! Selbst wenn das Auto nur irgendwo unberechtigt (z.B. auf öffentlichen Straßen, im Halteverbot, etc.) abgestellt wird, hat man als Verkäufer/Vorbesitzer den Ärger, wenn der aktuelle Halter sich nicht ermitteln läßt.


    Deshalb mindestens eine Veräußerungsanzeige an die Versicherung und Zulassungsstelle, damit dort bekannt ist, daß das Fahrzeug verkauft wurde und am besten nur im abgemeldeten Zustand verkaufen. Alternativ kann man den Käufer auch mit Brief und Kennzeichen zum Ummelden zur Zulassungsstelle schicken und das Auto erst nach der Ummeldung aushändigen.


    Gegebenfalls ist es auch sinnvoll die Ausweisnummer mit auf dem Kaufvertrag zu vermerken. So kann der neue Halter eventuell auch dann ermittelt werden, wenn seine Adressangaben nicht korrekt sind/waren.


    Zitat

    Original von Murmeli74
    Ich würde das KFZ nicht vorher abmelden, da es für den Käufer immer mit Schwierigkeiten verbunden ist, rote Kennzeichen herzubekommen. Zudem kosten diese Kurzzeitkennzeichen auch ca. 100,00 Euro (je nach Gesellschaft verschieden).


    Ob der Käufer ein Kurzzeitkennzeichen oder dergleichen bekommt und was ihn das kostet, ist nicht das Problem des Verkäufers. Wenn man als letzter bekannter Halter für Dinge aufkommen muß, die der Käufer mit dem Fahrzeug macht, ist das dagegen sehrwohl ein Problem für einen selbst.


    Im Übrigen decken die meisten Doppelkarten auch Fahrten mit Kennzeichen ohne Stempel, z.B. zur Zulassungsstelle oder ähnliches. Eventuell ist also zur Überführung bzw. zur (Wieder-)Zulassung gar kein rotes Kennzeichen notwendig.


    Wir haben unsere gebrauchten Autos jedenfalls bisher immer nur im abgemeldeten Zustand verkauft und das war bisher für keinen Käufer ein Problem. Meinen Transporter habe ich damals z.B. vor der Übergabe/-nahme umgemeldet und erst danach in Empfang genommen. Damit war der Vorbesitzer ebenfalls auf der sicheren Seite (die Zulassungstelle überprüft ja in dem Fall die Korrektheit meiner persönlichen Daten bei der Ummeldung).


    Viele Grüße - Harald

  • Zitat

    Original von haraldundandrea
    [Das Problem entsteht immer dann, wenn der neue Halter sich nicht ermitteln lässt, dann wird der zuletzt bekannte Halter belangt, egal ob der Käufer zu etwas verpflichtet ist oder nicht! Selbst wenn das Auto nur irgendwo unberechtigt (z.B. auf öffentlichen Straßen, im Halteverbot, etc.) abgestellt wird, hat man als Verkäufer/Vorbesitzer den Ärger, wenn der aktuelle Halter sich nicht ermitteln läßt.


    Aber wenn man geblitzt wird, kann man doch so ne Art "Gegenüberstellung" machen lassen oder ist das veraltet?


    Meine Oma hat ihr Auto an ihre Enkelin verschenkt, bleibt aber selbst Halterin.


    Sie muss dann bei jedem Blitzen zur Polizei, um zu beweisen, dass sie das da auf dem Foto nicht ist - aber dann ist gut.


    Sie meinte bloß, dass einem, wenn sowas oft passiert, ein Fahrtenbuch auferlegt werden kann.


    LG,


    Jana

  • Also bis jetzt haben wir unsere Fahrzeuge sowohl Autos als auch Motorrad mit unseren Kennzeichen und angemeldet an die Käufer übergeben alleine schon wegen der Tatsache, dass der Käufer eine Probefahrt machen will. Wer kauft schon gern die Katze im Sack? Mit einem abgemeldeten Auto ist eine Probefahrt eher schwierig machbar...


    Naja und bis jetzt haben wir damit überhaupt keine Schwierigkeiten oder Probleme gehabt. Klar kann da auch mal ein schwarzes Schaf bei sein aber das Risiko sind wir bis jetzt immer eingegangen und werden es in Zukunft auch so halten.

    [align=center]-= Der schönste Tag in unserem Leben - 6. August 2005 =-

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