fehlgeburten vererbbar?

  • Hallo zusammen,
    Normalerweise bin ich eher im Brautteil des Forums unterwegs. Aber heute bin ich wegen einer bestimmten Frage hier. Ich habe vor kurzen erfahren, dass meine Mutter 4 Fehlgeburten hatte, und ihre Schwester zwei. Bei meiner Tante lag es offensichtlich an einem Gendeffekt, bei meiner Mutter wurde das nie untersucht.
    Allein die Tatsache macht mich unsagbar traurig. :( :(
    Schließlich wären das doch meine Geschwister gewesen.Ich habe stundenlang geheult und eine komplette Nacht nicht geschlafen deswegen. Nun mach ich mir natürlich Sorgen, dass ich irgendwann auch davon betroffen sein könnte.
    Also war ich beim FA und der hat mich nichteinmal danach untersucht, mir aber gesagt, das bei mir wahrscheinlich alles in Ordnung ist. Ich hab das Gefühl, er hat mein Problem gar nicht ernst genommen.
    Was sagt ihr dazu?


    Tabitha

    [align=center]Rechtschreibfehler sind Eigenthum des Authors, dürfen aber gärne behalten werden

  • Das ist in der Tat eine ernstzunehmende Sache mit den Fehlgeburten.


    Bei mir wurde vor kurzem eine gentisch vererbte Durchblutungsstörung festgestellt - die nicht bei mir aber unter bestimmten genetischen Zusammensetzungen - zu Fehlgeburten führen kann.


    Das wäre eine - hoffentlich nicht die richtige und bei Dir nicht zutreffende - Variante vieler Möglichkeiten.


    Wenn bei Deiner Tante ein Gendefekt festgestellt wurde rate ich Dir dringend dazu Dir einen anderen FÄ zu suchen, der das ernster nimmt, denn soetwas tut man nicht einfach ab.


    Am besten lässt Du Dich mal in eine Gerinnungssprechstunde überweisen - da wird eine komplette Genetik gemacht. Denn versteckte Erbkrankheiten (Gendefekte) findet man erst heraus, wenn etwas passiert. Und versuche herauszufinden welcher Defekt bei Deiner Tante festgestellt wurde, denn diese wurden dann von Vater oder Mutter vererbt und wenn Deine Mutter ggf. das selbe hat - was aber nicht untersucht wurde - liegt die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Du diesen Defekt auch geerbt haben könntest.


    Ich will Dir keine Angst machen, aber bei uns hat mein Gendefekt (Faktor-V-Mutation) und ein womöglicher Rezeptorendefekt meines Mannes zu dem Tod unserer Tochter in der 38. SSW geführt.
    Meine Schwester ist im 6. Monat schwanger und auch sie wird jetzt untersucht!!


    Bitte wende Dich an einen anderen Arzt der mehr für Dich tut als Dich mit diesem lapidaren Satz "Wird schon alles gut sein" abzuspeisen - der spinnt ja wohl!!!!
    Jeder Arzt müsste bei einer solchen Geschichte hellhörig werden und einen mal zu Genetik schicken ist ja wohl das kleinste was man tun kann um einer Mutter das Leid zu ersparen ihre Kinder sterben lassen zu nüssen - habe echt kein Verständnis für solche Ärzte :motz:


    Ich drücke Dir ganz dolle die Daumen das Du einen guten Arzt findest und das sie nix bei Dir finden!!!:knuddel:


    Liebe Grüße
    Anne

    Liebe Gruesse senden A&A
    mit A.M. ganz fest im Herzen und A.L. ganz fest an der Hand und A.L. ganz fest in den Armen.

    Einmal editiert, zuletzt von Sunlight_78 ()

  • Hallo verzweifelte,


    ich kann Dich gut verstehen, meine Mutter hatte zwei Fehlgeburten, wir wären eigentlich zu viert gewesen.
    Ich hab mir auch eine neue FÄ gesucht und sie meinte, wenn ich es möchte können wir es sofort testen, da ich mir aber noch nicht sicher bin, ob und wann wir Kinder haben möchten, hab ich es jetzt erstmal verschoben, aber wenn Dein FA nicht darauf eingeht würde ich mir auch einen neuen suchen.


    LG Patty

  • Hallo Tabitha,


    ich kenne mich zwar mit dem Thema an sich nicht besonders gut aus. Aber bei einer solchen Geschichte würde ich das auf alle Fälle vorab irgendwie klären lassen. Such Dir einen anderen FA, der Dich und Deine Sorgen ernst nimmt! Denn nur, wenn Ihr vorher wisst, dass eventuell ein Risiko besteht, kann während einer Schwangerschaft konkret darauf eingegangen werden.


    Ich wünsche Dir alles Gute!


    LG
    Bianka

  • Hallo,


    würde es an Deiner Stelle auch abklären lassen, denn 4 FG sind schon nicht mehr im "normalen" Bereich - hoffentlich habe ich mich nicht zu krass ausgedrückt -


    Nach meiner FG sickerte in meiner Familie auch so nach und durch, wer schon alles eine Fehlgeburt hatte. Bis auf meine Oma mussten es leider schon alle Frauen in meiner Familie durchmachen.


    Aber ob es vererblich ist?!


    Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion, die letztes Jahr noch nicht bekannt war. Das KANN auch eine FG auslösen, muss aber nicht.


    LG Nadine

  • andererseits, was würdest du mit der Diagnose anfangen? sagen wir, du neigst auch zu Fehlgeburten. würdest du nun nie schwanger werden wollen?


    ich würde es nicht testen lassen und hoffen, dass alles gut geht.
    eine andere Situation ist für mich, wenn man nach dem 3. Monat zu Fehlgeburten neigt wie bei Sunlight_78. da könnten besondere Vorsorgeuntersuchungen etc helfen.


    in welchem Monat hatte deine Mutter die vier Fehlgeburten? noch vor dem 4.?

  • Grundsätzlich verstehe ich Dich Hochzeitsmaja, möchte Dich jedoch korriegieren - ich neige nicht zu FEHLgeburten nach dem 3. Monat, sondern ich hatte eien Totgburt in der 38. SSW und ich muss sagen es schmerzt mich sehr, wenn jemand zum Tod meiner Tochter Fehlgeburt sagt.
    Ursache dafür war, dass ich eine Faktor-V-Mutation habe, die unter bestimmten genetischen Bedingungen zu Thrombosen in der Plazenta führen kann - das heißt nicht, dass man automatisch zu Fehl- oder Totgeburten neigt!!


    Bitte nehme es mir nicht üel, aber das lag mir am Herzen dies zu korriegieren.


    Nun mal zum Thema. Ich weiß nicht ob man es wissentlich in Kauf nehmen sollte, die Augen davor zu schließen und zu sagen "Ach bei mir wird schon alles gut", wenn man diese familiäre Vorgeschichte hat.


    Wenn ich daran denke, dass selbst ich mir Vorwürfe gemacht habe, dass ich nicht früher auf diese Erkrankung untersucht wurde - obwohl ich dafür nichts kann - möchte ich nicht wissen welche Vorwürfe man sich macht, wenn man um eine solche Vorgeschichte weiß und dann das Kind verliert.


    Jede Möglichkeit um einem dieses Leid zu ersparen sollte genutzt werden, denn NIEMANDEM wünsche ich das was wir erlebt haben - denn der Schmerz ist absolut betäubend und Kräfte raubend!


    Außerdem hat das ungeborene Leben ein Recht darauf, dass man so etwas untersuchen lässt, wenn man einen Verdacht hat.


    So hätte ich jetzt auch sagen können, dass ich es nicht untersuchen lasse und die Augen verschließe und hoffe das alles gut geht, denn die Diagnose wurde bei mir erst NACH der Totgeburt festgestellt - wenn es auch nur den allerkleinsten Verdacht gegeben hätte, hätte ich alles, wirklich alles menschenmögliche getan um das was uns passiert ist um jeden Preis zu verhindern!!


    Wenn bei ihr ein genetischer Defekt festgestellt werde würde, kann ich Dir ganz genau sagen was sie mit dieser Diagnose anstellt - die Ärzte hätten sie wesentlich öfter unter Beobachtung und ggf. würde sie sich auch Heprin oder ähnliches spitzen müssen. So ein Gendefekt wird nicht einfach festgestellt und gut ist - das zieht schon noch ein paar weitere behandlungsschritte nach sich!!


    Zitat

    ich würde es nicht testen lassen und hoffen, dass alles gut geht.


    Denke bitte noch mal über die Worte nach - meisnt Du wirklich das man mit einem solchen Gedanken im Hinterkopf glücklich schwanger ist?!


    Nicht böse gemeint, aber so etwas lässt sich nicht so ohne weiteres wegschieben bzw. man kann da nicht einfach mal hoffen - die Vorwürfe die man sich dann macht die machen Dich dann kaputt!!!


    :knuddel:


    Liebe Grüße
    Anne

    Liebe Gruesse senden A&A
    mit A.M. ganz fest im Herzen und A.L. ganz fest an der Hand und A.L. ganz fest in den Armen.

  • Zitat

    andererseits, was würdest du mit der Diagnose anfangen?


    Naja, vielleicht könnte man ja dann ganz anders an eine Schwangerschaft rangehen. Verstärkte Kontrollen, Medokamente und was es noch für Möglichkeiten gibt.


    Zitat

    ich würde es nicht testen lassen und hoffen, dass alles gut geht.


    Ehrlich gesagt finde ich diese Einstellung absolut nicht nachvollziehbar. Wenn es eine familiäre Belastung gibt (und das ist ja hier ziemlich deutlich), dann würde ich doch alles dafür tun, um herauszufinden, ob es mich auch treffen kann. Denn eine Fehlgeburt ist nicht gerade ein Spaziergang.


    Zitat

    Denke bitte noch mal über die Worte nach - meisnt Du wirklich das man mit einem solchen Gedanken im Hinterkopf glücklich schwanger ist?!


    Das denke ich auch. Ständig mit der Angst leben zu müssen...das kann nicht glücklich machen.


    Tabitha:


    Ich wünsche Dir, dass Du den Mut hast, Dich untersuchen zu lassen. Hälst Du uns auf dem Laufenden?


    allles liebe,
    nadine

  • Hallo,


    ich hatte im März diesen Jahres eine FG in der 10. Woche. Der Arzt hat gesagt, bis zu dreimal wäre in Ordnung, erst dann sollte man sich Gedanken machen. Ich dachte, er kommt von einem anderen Stern und habe den Arzt gewechselt. Der hat mir zwar auch etwas ähnliches erzählt, aber hat sich dann viel intensiver mit den Ursachen auseinander gesetzt. Meine Mutter hatte 3 FGs bevor ich auf die Welt kam, hatte aber nie so drüber gesprchen, was ich jetzt, nachdem ich das erlebt hatte, auch gut verstehen kann, bei ihr waren die SS schon viel viel weiter.
    Ich denke nicht, dass man jemals wieder entspannt an eine Schwangerschaft dran gehen kann, wenn man weiss, dass man vorbelastet ist. Wenn die Medizin das raus finden kann, würde ich mich auf jeden Fall untersuchen lassen...... :rolleyes:

  • Ralphs Braut:


    Zitat

    Ich denke nicht, dass man jemals wieder entspannt an eine Schwangerschaft dran gehen kann, wenn man weiss, dass man vorbelastet ist.


    Ich hatte zwar bisher "nur" eine FG, habe aber auch Angst vor einer neuen Schwangerschaft. Das kann zwar noch ein ganzes Weilchen dauern, bis das soweit ist, man macht sich aber so seine Gedanken :rolleyes:


    Wie ist dann wohl erst, wenn man das schon mehrere Male durchmachen musste??

  • @alle: Danke Mädels! Mit so viel Ermunterungen hätte ich nicht gerechnet.


    Bei uns ist es ja auch noch lange nicht so weit. Wir sind ja noch nicht mal mehr verheiratet. Und haben noch ein paar Jahre bis wir Kinder wollen. Ich bin gerade 22 geworden. Im Moment bin ich Studentin und hätte gar keine Zeit dafür. Aber weil ich es vor kurzem erfahren habe, ist das Problem für mich ziemlich aktuell.


    Ich glaube, wenn wirklich ein großes Risiko bestände, würde ich wiklich nicht schwanger werden wollen. Obwohl ich eigentlich gerne Kinder möchte. Mein Freund auch.


    Leider weiß ich das mit den FGs meiner Mutter nicht von ihr selbst, sondern von meinem Vater. Wir haben ein sehr enges Verhältnis. Trotzdem wollte er mir das eigentlich nicht erzählen. Es hat sich einfach so ergeben. Wir haben über meine Hochzeit gesprochen und ich habe ihm veraten, dass ich auch gerne Kinder hätte. Da meinte er Kinder kriegen sei auch nicht so leicht. Dann hab ich drauf bestanden, dass er mir mehr erzählt, dabei war es ihm nur so raus gerutscht.


    Tabitha

    [align=center]Rechtschreibfehler sind Eigenthum des Authors, dürfen aber gärne behalten werden

    Einmal editiert, zuletzt von Verzweifelte ()

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!