Wie Formulierung von Kleidungswunsch im Einladungstext?

  • Hallo an alle erfahrenen Texter der Hochzeitseinladungen!


    Folgende Problematik ergibt sich:


    Ich möchte eigentlich schon, dass in der Einladung bzw. u.U. auf dem Beiblatt erwähnt ist, dass "festliche Kleidung" erwünscht ist. Als Karte haben wir die hier oben links uns ausgesucht Einladung


    Nur wie kann ich das schreiben, ohne dass sich die Gäste auf den Schlips getreten fühlen?


    Mein Mann findet: UM FESTLICHE KLEIDUNG WIRD GEBETEN
    zu förmlich, ich eigentlich auch! Ich möchte eigentlich nur vermeiden, dass manche aufgrund der Lokation im Abendkleid kommen und andere in Rock und Bluse/ Hosenanzug. Habe da auch nicht bestimmte Leute im Auge, sondern möchte kein Misch-Masch!


    Ich hoffe, ihr könnt mir dazu Tipps geben!


    Vielen, lieben Dank schonmal!


    Eure Grummeline

  • Also wir werden im Hochzeits-ABC schreiben festliche Wohlfühlkleidung.
    Denn Wohlfühlen sollen sich die Gäste! :D Aber overdresst müssen sie auch nicht kommen.


    So ist meiner meinung nach das evtl. unbequeme Mini-kleid aber auch der Schlabber-Jogginganzug ausgeschlossen.


    LG
    Anja

  • Gib doch mal Kleiderordnung in die Suchmaschine ein. Da kommt sehr viel, weil wir alle uns um dieses Thema mal den Kopf zerbrochen haben.


    Friederike hat irgendwann mal "sommerlich-festlich" als Kleiderordnung für nicht zu steif, aber doch elegant geprägt. Wie wäre es also mit dem Satz:
    Wir freuen uns auf euch in sommerlich-festlicher Kleidung.


    Falls es natürlich sehr viel eleganter sein soll (wo feiert ihr denn?), kann man ja sommerlich weglassen. Oder man schreibt: Wir feiern in festlich-elegantem Rahmen und freuen uns über entsprechend gekleidete Gäste. (Oder klingtdas zu grob?) Wir feiern in festlich-elegantem Rahmen. Mit Anzug und Abendkleid seid ihr genau richtig angezogen. (Oder was immer ihr als genau richtig empfindet.)

  • Ich hab jetzt ehrlich gesagt nicht verstanden, was an einem Hosenanzug oder an einem Rock mit Bluse (natürlich kein Jeansrock) nicht festlich sein soll? So etwas hat jeder im Schrank und ich würd mich ehrlich gesagt schön bedanken, wenn ich für eine Hochzeit ein Abendkleid kaufen müsste. ;) Aber schließlich bin ich nicht eingeladen und muss mir da zum Glück schon keine Sorgen machen. :P

  • @ Viktualia: Na eben, das soll sie ja gerade schreiben. Wenn es zum Beispiel eine Feier in einem Gemeindesaal ist, aber man dennoch einigermaßen festliches Aussehen der Gäste wünscht, muss man eben andere Sachen "anfordern" als wenn es von vornherein in einem 5 Sterne Hotel mit entsprechenden "Grundanforderungen" stattfindet.


    Bei der Hochzeit meiner Schwester kam ein Mann in Jeans und Holzfällerhemd, obwohl in der Slowakei SEHR viel Wert auf extrem festliche Kleidung gelegt wird. Er war das Gesprächsthema des Abends und hat sich sicherlich nicht wohlgefühlt. Auch weil er keine Ahnung hatte, was erwartet wurde (war von der deutschen Seite) und man es ihm einfach nicht gesagt hatte.


    Auf unserer Hochzeit ging es auch eher festlich zu, aber da es in einem Park stattfand, wäre z.B. ein Frack schon etwas übertrieben gewesen.


    Meiner Meinung nach ist ein klares Wort an richtiger Stelle besser als Geschwiemel und dann Enttäuschung oder Unwohlsein der falsch angezogenen Gäste.

  • Hallo!!!


    Da hast du etwas falsch verstanden! Natürlich ist ein schicker Hosenanzug das richtige Outfit. Nur möchte ich eben nicht, dass die Gäste "festlich" unterschiedlich interpretieren.


    Die einen meinen vielleicht Abendgarderobe und die anderen eben sommerlich-elegant.


    Eine Freundin von mir sagte vorher allen Damen, dass sie bitte Kleider anziehen sollen, aber soweit kann man es nicht vorschreiben, da manche Damen unserer Gäste nie ein Kleid tragen.


    Ich möchte eben nicht, dass sich Gäste aufgrund ihrer Kleidung den ganzen Abend nicht wohlfühlen.


    Eigentlich soll dieser Satz in der Einladung nur ein Tipp sein.


    Habe im Hochzeits-ABC jetzt folgendes formuliert:


    K leidung: Wir tauschen an diesem besonderen Tag Jeans und Shirt gegen sommerlich-festliche Kleidung. Ihr doch auch?


    --> Habe ich hier im Forum gelesen und finde die Lösung ok!


    Ihr auch???


    Danke, Grummeline

  • Problematisch kann sowas werden, wenn man Leute einlädt, die öfter mal "offiziell"unterwegs sind. "Festlich" ist nämlich, soweit ich weiß "Black tie" = Smoking für den Herrn, Abendkleid für die Dame. Wenn man seine Leute aber kennt, und weiß, daß keiner auf die Idee käme, Smoking zu tragen ( nicht mal bei "White tie", ) dann finde ich "Festliche Kleidung" o.k. Wir haben das auch geschrieben, auf unser Einlege- Blatt, was ein verkürztes Hochzeits-ABC ist ( Da steht: "Kleidung ? - festlich" ). Allerdings tragen meine Brautjungfern recht aufwändig gemachte Abendkleider, von daher wird sich kein Gast overdressed fühlen.
    Ich verstehe aber, glaube ich, was Du meinst...du willst deinen Gästen nicht das Gefühl vermitteln, daß Du denkst, sie wäre zu blöd sich entsprechend zu kleiden....

    Wenn Argumente fehlen, kommt meist ein Verbot heraus
    -Oliver Hassencamp-

  • Vielen Dank für deine Antwort!!!


    Du sprichst mir damit aus der Seele! Genau das Beispiel mit Jeans und Hemd hatte ich im Blick.


    Also wir feiern eben in einem sehr festlich und romantish dekorierten Saal in einem sehr schönen Hotel. Es wäre eben festliche Kleidung angebracht. Aber wir heiraten eben auch im Hochsommer und für Damen gibt es super schöne, auch elegante Sommerkleider oder schicke Hosenanzüge. Aber die Herren???


    Ich erwarte irgendwie schon einen Anzug, da müssen sie durch, der Bräutigam ja schließlich auch!


    Aber sie können definitiv sich während der Feier des Sakkos entledigen!!!


    So viel nochmals dazu!!!!


    Hoffe, ihr versteht mich jetzt besser!


    Grummeline

  • also ich geh normalerweise davon aus, dass jeder weiss, wie man sich auf einer hochzeit anzieht - aber es gbit ja auch oft genug die beispiele, die das gegenteil beweisen..


    ich will so einen passus zur kleidung eigentlich nicht in die einladungen mit reinnehmen. allerdings vermut ich mal, dass es doch einige zu "einfach" aufnehmen, gerade aus meinem freundeskreis. und das fänd ich doch auch schade, auch wenn wir _nur_ in einem gemeindezentrum feiern, dass wir allerdings schön dekorieren und welches auch ein schöner saal mit parkett ist.. ?(



    hachja, äh, ich weiss ehrlich gesagt auch nicht, wie ihr es schreiben sollt ;) meine mutter regt sich bspw grundsätzlich über so einen satz auf, weil die eben davon ausgeht, dass man sich zur hochzeit schick macht und das dann gleich als persönliche beleidigung auffasst - von wegen "meinen die, ich wüsste nicht, wie ich mich anzuziehen habe?". *kopfschüttel*

  • Finde ich noch die eleganteste Lösung, *winkrüberzunil* wenn es denn sein muß, und auch nur in einem separaten Einlegeblatt bzw. "Hochzeits-ABC".
    Zu den Hochzeiten, wo ich zuletzt eingeladen war, habe ich die Bräute gefragt, ob es ein langes Kleid o.k. ist, ob ich dann nicht overdressed wäre. Habe mir auch die Feier-Lokalitäten angeschaut. Wo das nicht möglich war, wußte mein Liebster mir vorab zu berichten, daß die Feier nicht in einem soooo eleganten Rahmen stattfinden würde, also trug ich dort ein einfacheres Kleid.
    In unsere Einladungen werden wir keine Hinweise auf die Kleidung aufnehmen. Daß man sich auf einer Hochzeit fein anzieht, ist doch selbstverständlich. Dennoch wird es Leute geben, die unter "festlich" was anderes verstehen als ich:
    - Für den einfachen Handwerker mag u.U. ein Hemd + schwarze Jeans schon das höchste der Gefühle sein. Hauptsache er fühlt sich wohl.


    - Für englische Gäste ist u.U. ein Hut selbstverständlich (jedenfalls bilde ich mir das nach "4 Hochzeiten und ein Todesfall" ein), da werde ich einen Hinweis geben, daß sie damit bei uns "overdressed" wären.

  • *hüstel* kostüm mit hut ist doch ok, den hut hat man ja meist nicht die ganze zeit auf sondern nur zur kirche ;) also ich würd sowas nicht als overdressed empfinden - aber da sehn wirs ja. jeder hat dazu ne leicht andere meinung

  • In unserer Einladung wird ebenfalls keine Kleiderordnung erwähnt. Da ich selbst der Jeans/T-Shirt-Typ bin, käme ich mir auch komisch vor, nun anderen - wenn auch nur dezent - vorzuschreiben, was sie tragen sollen. Wenn jemand in Jeans kommt, na und, mich stört das nicht.


    Ich verzichte auch auf den Passus "Weiß nur für die Braut". Wenn ein Gast nun unbedingt auch etwas Helles tragen will, soll er/sie doch. Ich denke, eine Verwechslungsgefahr mit mit - der Braut - besteht an diesem Tag doch wohl kaum. ;)

  • Wir haben in unsere Einladungen geschrieben, daß man sich bei Fragen bzgl. Organisatirischem, Programm und Dresscode bitte an unsere Trauzeugin wenden möchte. Das impliziert ja schon, daß wir da schon konkretere Vorstellungen haben.


    Hat trotzdem nicht funktioniert! Meine Cousine, die 3 Monate vorher auf der extrem rustikalen Gartenparty nach der standesamtl. Hochzeit ihrer Schwester im schicken Kleidchen und mit komplizierter Hochsteckfrisur aufgetaucht ist, trug bei uns einen ganz normalen dunklen Hosenanzug, T-Shirt und Pferdeschwanz und ihre pubertierenden Kinder kamen in Jeans!


    Letztlich hat mich das alles auf der Hochzeit selber nicht großartig gestört, unsere Trauzeuginnen hatten entsprechende Abendkleider an, meine Mama, und ein paar weitere meiner Freundinnen auch und alle Herren kamen im Anzug.


    Vorher und im Nachinein wäre es mir allerdings lieber gewesen, man hätte sich insgesamt deutlich festlicher gekleidet - mir zuliebe.


    Daher würde ich inzwischen dazu tendieren, ganz deutlich mit auf die Einladungen zu schreiben "festliche Abendkleidung erwünscht" oder so.


    Denn wenn man mir sagt, ich solle mich "festlich" kleiden, trage ich selbstverständlich ein langes Abendkleid. Ein Kostümchen oder Hosenanzug ist für mich zwar schick, aber nicht festlich - zumal ich selbiges lange Zeit täglich beruflich getragen habe.


    Jemand aber, der sonst immer nur in Jeans und T-Shirt herumläuft, findet einen Hosenanzug sicherlich auch "festlich".


    Wenn Du also "Misch-Masch" vermeiden willst, solltest Du es genauer definieren.


    Beruflich würde ich sowas "business casual" nennen, für die Einladung könnte man es "mäßig elegant" oder "festlich leger" nennen oder direkt beschreiben"keine Ballroben, keine Jeans"

  • Quote

    Original von normajean
    oder direkt beschreiben"keine Ballroben, keine Jeans"


    finde ich eine super Formulierung wenn das Festliche nicht überfestlich sein soll.


    Bei uns hätte ich mir von manchen Gästen im Nachhinein auch mehr Engagement in dieser Frage gewünscht. An der Hochzeit selbst ist es mir zwar zum Großteil nicht aufgefallen, aber auf den Fotos zieht es mir da an einigen Stellen schon alles zusammen. Wenn zum Beispiel eine Freundin in einem grauen Sommerkleidchen auftaucht, das sie ansonsten auch oft als Hauskleid benutzt... Das fand ich schon extrem grenzwertig und nah zur Missachtung.


    Man darf seine Gäste auch nicht überschätzen, dass sie von allein wissen was sich gehört. Zumindest in meinem Bekanntenkreis sind Hochzeiten eine Seltenheit, vielleicht hatten einige auch noch nie Gelegenheit, sich anzusehen, was so "üblich" ist. Deshalb bin ich für klare Ansagen. Wenn man im Schnitt allerdings eher bodenständige Gäste hat, muss man ja nicht gerade black tie verlangen... Das wäre wirklich eine Zumutung, was die finanzielle Verausgabung angeht.

  • also ganz ehrlich? wir schreiben es gar nicht rein! es ist doch irgendiwe klar oder? das man nicht in seinen garten sachen hingeht! mir ist es auch egel, hauptsache es sieht nett aus! :)

  • Quote

    Original von nana
    also ganz ehrlich? wir schreiben es gar nicht rein! es ist doch irgendiwe klar oder? das man nicht in seinen garten sachen hingeht! mir ist es auch egel, hauptsache es sieht nett aus! :)


    Kann dir leider aus Erfahrung sagen, dass es leider überhaupt nicht klar ist... Hoffe du bist nicht allzu enttäuscht hinterher ;)

  • Bei uns darf jeder das tragen was ER/SIE als das Schönste empfindet und wo er/sie sich am wohlsten drin fühlt. Dennn DAS möchten wir an diesem Tag haben : Gäste die gut gelaunt sind und sich wohlfühlen. Niemand soll sich gedrängt fühlen in eleganter aber ungewohnten und vielleicht (zumindest für ihn persönlich) unbequemer Kleidung herumzulaufen.
    Mein Sohn hat , da war er etwa 5 , zu einer Silberhochzeit sein neues BVB Trikot angehabt. Für ihn war es das Scönste Kleidungsstück was er besass. Und das ging für alle vollkommen OK.


    Lieben Gruss Bri

    "Leben heisst: mehr Träume in seiner Seele zu haben als die Realität zerstören kann" LG Bri

  • @Normejan: es gobt doch aber auch meistens Gäste, die nicht so viel Geld haben, von denen kan man doch nicht verlangen, dass sie sich extra ein Abendkleid kaufen.


    Ich war mal auf einer Hochzeit eingeladen, da stand auch in der Einladung Abendkleid: Ergebnis war dass was 80% aller Frauen ein dunkles schwarzes langes Abendkleid anhatte und die Männer fast nur dunkle Anzüge. War mir persönlich alles viel zu uniformiert.
    Wir selbst hatten keinen Kleiderwunsch geäußert, jeder sollte das anziehen, worin er sich wohlfühlt. Leute, die fast nie Abendgarderobe anziehen, haben womöglich schlechte Laune, weil sie sich unwohl fühlen.


    Daniela

  • Die möglichen Formulierungen wurden ja schon genannt.


    Aber ich hab auch mal gelesen/gehört, dass man sich an der Art der Einladung orientieren kann.
    Ist die Einladungskarte nobel, ist es auch der Rahmen des Festes.
    Zudem sollte man als Gast wissen, dass man z.B. in einem Hotel eleganter feiert als in einem Landgasthof oder so.


    Allerdings wissen das viele nicht.


    Ich hab aber auch die Erfahrung gemacht, dass viele Gäste eh nachfragen, was sie tragen sollen.
    Außerdem würde ich nicht wollen, dass manche sich dafür in Unkosten stürzen müssen - dann wird am Geschenk gespart, ganz sicher!


    Und diejenigen, die es sich sowieso nicht leisten können, werden so kommen, wie immer oder gar nicht.


    Tja, ich versteh aber, dass das zum Problem werden kann.

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