Taufbescheinigung woher?

  • So, jetzt muss ich nochmal fragen.


    Wir heiraten katholisch, weil ich katholisch bin.
    Da brauch ich einen Auszug aus dem Taufregister, weiß ich, hab ich schon.
    Mein Freund ist evangelisch und braucht eine Taufbescheinigung.
    Wo kriegen wir die? Hat seine Mutter die damals bekommen und jetzt vermutlich zu Hause? Wir erreichen sie im Moment leider nicht. Oder ist das was was eh bei der Kirche liegt, wie mein Taufregisterauszug? Dann könnte ich mich gleich dahin wenden. Ich denke aber mal, Taufbescheinigung ist das, was bei den Eltern zu Hause liegt, richtig?!

  • Ich brauchte für die Taufe meines Patenkindes auch eine Taufbescheinigung. Habe ich im Büro der Gemeinde bekommen wo ich aktuell gemeldet war.

    "Leben heisst: mehr Träume in seiner Seele zu haben als die Realität zerstören kann" LG Bri

  • hm, also wohnen tun wir jetzt in einer anderen Stadt, als da, wo mein Freund getauft wurde.
    Ich ruf da einfach mal an (also in der Taufgemeinde). Schicken die doch bestimmt zur Not auch per Post, hoffe ich.

  • Ich habe grade selbst bei meiner ehemaligen Gemeinde angerufen, wegen der Bescheinigung für die kirchliche Trauung. Die Dame brauchte nur meinen Namen u Geburtsdatum, und schon hatte sie mein Taufdatum gefunden. Die Bescheinigung schickt sie mir zu, gar kein Problem. Weil wir beide nicht wussten, ob ich auch eine Besch. über die Konfirmation brauche (wird bei denen verlangt), bekomme ich die gleich mit.
    Und alles ganz kostenlos :D


    Ach ja, die Telefonnummer hatte ich aus dem Internet... woher auch sonst...


    Hoffe, ich konnte Dir helfen.


    Liebe Grüße,


    Nanuk

  • Hat dein Freund eigentlich eine Konfirmationsurkunde? Ich habe meine nämlich zu Hause. Wenn er konfirmiert ist, dann ist er ja auch getauft ;) Vielleicht reicht das auch? Versuch wärs vielleicht wert.
    LG Steffi

  • Danke!
    Ja, ich ruf mal bei der Kirche an. Das soll wohl klappen.
    Ich weiß gar nicht, ob er sowas wie eine Konfirmationsurkunde hat?!
    Muss ich mal fragen, aber ich wage zu bezweifeln, dass er das selber weiß :tongue:
    Ich ruf die Kirche an, hoffe er weiß noch welche das war.... :rolleyes:

  • Hallo, also Taufurkunde/Taufbescheinigung gibt´s in der Pfarrgemeinde wo man getauft wurde. Selbst wenn man noch eine Kopie daheim hat, die Kirchen wollen eine aktuelle haben. Zum Zeitpunkt der Trauung darf die nicht älter als 6 Monate sein. Die Pfarrgemeinde bei mir war ganz unkompliziert, angerufen, ausgestellt, abgeholt,fertig. Und das ganze auch kostenlos und richtig schick.


    Hoffe das hat euch ein wenig weitergeholfen.


    LG Firegirl

  • Quote

    Original von Steffi*
    Hat dein Freund eigentlich eine Konfirmationsurkunde? Ich habe meine nämlich zu Hause. Wenn er konfirmiert ist, dann ist er ja auch getauft ;) Vielleicht reicht das auch? Versuch wärs vielleicht wert.
    LG Steffi


    Das wird sicher nicht reichen. Denn die Taufkirche muss die Informationen rausgeben und dort fließen sie auch wieder zusammen. Das heißt, alle anderen "Sakramente" (in " ", weil es bei den Protestanten nicht so heißt, aber ich weiß gerade kein anderes Wort) werden auch in das Register eingetragen, wo auch die Taufe stattgefunden hat. Also Konfirmation, Hochzeit,...
    Deshalb benötigt also die Traugemeinde die Daten der Taufgemeinde, um die Meldung auch anschl. dorthin durchgeben zu können.


    (Und alle Ahnenforscher sind glücklich, weil eigentlich nur Kirchenbücher so deutlich Auskunft über das Leben unserer Vorfahren geben.)


    Lg Claudia

  • Quote

    Original von ClaudiaG


    Das wird sicher nicht reichen. Denn die Taufkirche muss die Informationen rausgeben und dort fließen sie auch wieder zusammen. Das heißt, alle anderen "Sakramente" (in " ", weil es bei den Protestanten nicht so heißt, aber ich weiß gerade kein anderes Wort) werden auch in das Register eingetragen, wo auch die Taufe stattgefunden hat. Also Konfirmation, Hochzeit,...
    Deshalb benötigt also die Traugemeinde die Daten der Taufgemeinde, um die Meldung auch anschl. dorthin durchgeben zu können.


    Das ist zumindest evangelischerseits falsch.
    Benachrichtigt wird die Wohnortgemeinde. Deshalb die Dimissoriale. Die Gemeinde, in der die kirchliche Hochzeit gefeiert wird, meldet dies der/den Wohnortgemeinde(n) der Eheleute.
    Und das ist auch gut so, denn meine Taufgemeinde gibt es mitsamt Kirchspiel nicht mehr.


    Quote

    Original von ClaudiaG
    (Und alle Ahnenforscher sind glücklich, weil eigentlich nur Kirchenbücher so deutlich Auskunft über das Leben unserer Vorfahren geben.)


    ... wo die Personenstandsregister schon seit anno Leipzig/Einundleipzig (Achtzehnhunderschießmichtot) nicht mehr geführt werden.
    Zudem sind die Daten grottenfalsch,

    • statt Geburtsdaten werden gerne Taufdaten eingetragen
    • Traumhaft und sehr glaubwürdig sind auch Traufen um Sechzehnhundert.... im Leben nicht!
    • die katholischen Pfarrer konnten leider kein Deutsch und Latein auch nicht richtig, so daß die Namen erst falsch ins Lateinische übersetzt und dann, um das Analphabetentum zu kaschieren, abgekürzt geschrieben wurden
    • dafür haben die ev. Pfarrer in preußischem Gehorsam nach Einführung der staatlichen Eheschließung den neuen Namen der Frau eingetragen, statt des Geburtsnamens, so daß die Spuren weiblicher Vorfahren verloren sind
    • und wenn man beim Recherchieren richtig Schwein hat, ist eine Konversion im katholischen Kirchenbuch als Todesfall eingetragen!


    Vielleicht bin ich da auch ein Sonderfall, weil meine Vorfahren mit dem Wohnort gerne auch gleich die Konfession gewechselt haben, aber es ist wahrhaft nicht möglich, bei der Verfolgung der Spuren von Burgsteinfurt (ev.) nach Delbrück (rk.) festzustellen, ob der Glaube erst in Delbrück oder schon in Warendorf verschollen ging.
    Genauso gut ist es nicht möglich, eine Verbindung zwischen Kamen, Unna und Dortmund einerseits und den Funden in Hagen und Delbrück herzustellen (Obwohl es eine geben muß, so häufig ist mein Nachname nicht).

  • Also ich hab auf der Taufgemeinde meines Zukünftigen angerufen und die haben sich bereit erklärt die Taufbescheinigung direkt an die Traugemeinde zu senden.


    Und das sogar obwohl er evangelisch getauft wurde und wir nun katholisch heiraten!


    Also war gar kein Problem, die Dame war wirklich nett und meinte gleich: Natürlich machen wir das! ;)


    Ach ja, mir sagte man übrigens, dass die Bescheinigung deswegen neueren Datums sein muss, damit man auch feststellen kann, ob dieser Jemand auch wirklich noch in der Kirche ist. Denn man könnte ja zwischenzeitlich ausgetreten sein und das ist für die Zeremonie wohl wichtig.

    Liebe Grüße
    Gaby
    Die Liebe schuldet ihr einander immer!
    [/align]

  • ...unsere Info lautete auch: gibt's bei der Taufgemeinde! Hat bei mir (katholisch) auch schon funktioniert, bei Schatzi (evangelisch) müssen wir noch telefonieren.


    Taufschein muss übrigens auch deshalb neueren Datums sein, da dort auch eingetragen wäre, wenn jemand nicht mehr kirchlich heiraten könnte, da er z.B. schon mal geheiratet hat oder eine katholische Priesterweihe bekommen hat.

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