Was wird von mir erwartet?

  • Hallo,


    vor knapp zwei Wochen ist meine Chefin gestorben (auch noch am Geburtstag meines Vaters). Wir waren alle sehr familär und ich war da 6 Jahre.


    Nun ist heute ein Brief gekommen, mit ihrer Todesanzeige, die offizielle Bekanntmachung.


    Was wird vonn mmir jetzt erwartet? Ein Brief mit einer Trauerkarte, Geld, oder einfach nur stille Kenntnisnahme? Einen Absender hat dieser Brief nicht. Ich hab da keine Ahnung, das ist das erste Mal das ich so einen Brief bekommen habe.


    Liebe Grüsse, Sanni

  • Hallo Sanni,


    ehrlichgesagt, ich bin mir da auch nicht sicher... Ich würde an Deiner Stelle einfach eine Karte schreiben. Meine Eltern haben damals, als mein Opa gestorben ist, auch Karten drucken lassen und die an Nahestehende verschickt.

  • hallo


    also ich mache es immer so, dass ich ne trauerkarte mit geld schicke (oder je nach wunsch mach ich auch ne kleine einzahlung an ne organisation wenn gewünscht - zb. krebsliga o.ä)... finde das immer angemessen... übrigens: die karte würde ich dann an die adresse des ehemanns schicken, wenn es keinen mann gibt, dann an die adresse der kinder...


    war denn die beerdigung noch gar nicht? wenn nicht, dann würde ich auf jedenfall (wenn ihr ein enges verhältnis hattet) auch zur beerdigung gehen, dann kannst du die karte nämlich gleich da überreichen...


    liebe grüsse
    Siri

  • Hallo,


    erst mal lieben Dank für eure Antworten.


    Die Beerdigung hat schon statt gefunden. Ich habe auch gefragt, wann sie denn sei, aber das wollte man im engsten Familienkreis machen.


    Geld - ist so eine Sache. Die sind so reich, bei denen kommts auf 10 Euro, die ich abknappsen könnte absolut nicht an. Oder macht man das einfach nur der Form halber?


    Liebe Grüsse, Sanni

  • Ich finde eine Karte reicht, die würde ich aber auf jeden Fall schreiben.

    Heute hier, morgen dort, bin mal da und mal fort....


    Manchmal träume ich schwer, und dann denk ich es wär',
    Zeit zu handeln und mal was ganz Andres zu tun,
    So vergeht Jahr um Jahr, und es ist mir längst klar,
    dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war.


    Dass man mich kaum vermisst, schon nach Tagen vergisst,
    wenn ich längst wieder anderswo bin,
    stört und kümmert mich nicht, vielleicht bleibt mein Gesicht,
    doch dem Ein' oder Andern im Sinn.

  • Zitat

    Original von Xia
    Geld - ist so eine Sache. Die sind so reich, bei denen kommts auf 10 Euro, die ich abknappsen könnte absolut nicht an. Oder macht man das einfach nur der Form halber?


    also ich finde das hat nix mit reich oder nicht reich zu tun... ich finde es einfach nur höflich, wenn man was dazu tut, und wenn es "nur" 5 oder 10 EUR sind... ich schreibe dann immer sowas dazu wie: "geld für grabschmuck" oder so...


    gerade wenn einem jemand wichtig war, finde ich schon, dass man das irgendwie zeigen sollte - im minimum mit einer karte und eben einem kleinen geldbetrag...


    liebe grüsse
    Siri


  • Genau meine Meinung.
    Und 10€ reichen vollkommen. Würde es auch so machen eine Kleinigkeit für den Grabschmuck, oder wenn ihr vom Betrieb aus eine Schale macht oder einen Kranz hinlegen reicht auch nur eine Karte. (kann man auch noch im nachhinnein aufs Grab legen, weil die Beerdigung ja schon war)

  • Ich rede jetzt mal von mir als Floristin und auch als Betroffene.


    Wenn wir eine Trauerkarte ins Haus geschickt bekommen, habe ich immer folgendes gemacht.
    Ich habe eine Trauerkarte geschrieben, und habe einen kleinen Strauss in dezenten Tönen genommen. Karte an den Strauss gemacht, entweder selber hingefahren oder von unserem Blumengeschäft hingeschickt. Das kommt immer gut an.
    Wir waren in letzter Zeit selber sehr viel selber die Trauernde und ich fand es immer sehr schön sowas in den Händen halten zukönnen. Ist irgendwie persönlicher als wenn ich da einen Geldschein in den Umschlag lege.


    LG
    Kirstin

  • Das mit dem Geld scheint sehr verbreitet zu sein? Ich kenne das eigentlich nicht, bei uns war es immer so dass Arbeitskollegen einen Kranz oder eine Schale mit Blumen gekauft haben.


    Das Geld gegeben wurde habe ich nur einmal erlebt, als der Verstorbene verbrannt wurde und die Urnenbeisetzung nur im Familienkreis stattfand.

    Heute hier, morgen dort, bin mal da und mal fort....


    Manchmal träume ich schwer, und dann denk ich es wär',
    Zeit zu handeln und mal was ganz Andres zu tun,
    So vergeht Jahr um Jahr, und es ist mir längst klar,
    dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war.


    Dass man mich kaum vermisst, schon nach Tagen vergisst,
    wenn ich längst wieder anderswo bin,
    stört und kümmert mich nicht, vielleicht bleibt mein Gesicht,
    doch dem Ein' oder Andern im Sinn.

  • Ich würde kein Geld in die Karte legen, sondern lieber einen kleinen Blumengruss übersenden. Vielleicht ist es ja auch möglich, dass Du die Karte und die Blumen selbst vorbei bringst. Ich finde das immer noch am persönlichsten. Wenn man Geld mit schickt, vorallem bei Leuten, die nicht drauf angewiesen sind, finde ich es einfach unpassend.


    Grüße
    Puh2008

  • also, ich war (gott sei dank) noch nicht wirklich in so einer situation, aber ich hätte auch gesagt, eine karte und ein kleiner blumenstrauss wären angebracht.


    10 EUR würde ich in deinem fall jetzt nicht dazulegen, würde mich irgendwie komisch dabei fühlen, wahrscheinlich weil es die Chefin ist. außerdem ist die beerdigung ja schon vorbei, die gestecke also schon gekauft.
    blumen würd ich da schon besser finden.


    und wenn das geld nur ein zeichen der anteinahme ist, die karte und die blumen sind es doch auch schon.

  • klar, wer kein geld einfach so beilegen möchte, kann natürlich auch ein schönes blumengesteck oder einen schönen strauss kaufen und den zusammen mit der karte überreichen - dann einfach aber persönlich... ;)

  • Zitat

    Original von kruemel21079
    Wie Siri schon erwähnt hat...das Geld ist eine Geste der Anteilnahme!


    LG


    Ähm, also meiner Meinung nach, ist die eher Karte die Geste der Anteilnahme.Und nicht Geld


    Ob ich Geld oder nicht und wieviel in die Karte lege, mache ich immer davon abhängig, wie nahe mir der Verstorbene oder die enge Verwandtschaft gestanden war/ist.


    Seid ihr ein kleiner Betrieb? Wenn ihr wenig Mitarbeiter seid, würde ich trotzdem etwas Geld reinlegen. Bei einem großen Betrieb, würde ich nur ne Karte schreiben.

  • Hm, Geld hab ich bisher immer nur beigelegt, wenn ich bei der Beerdigung eingeladen war - quasi als "Aufwandsentschädigung" für die hohen Kosten der Beerdigung und Leichenschmaus (puh, was für ein Wort...)


    Allerdings dann nicht 10.-€, sondern je nach Verhältnis 30.- bis 50.-€ pro Nase (für die Kids natürlich etwas weniger), da ja eine Beerdigung sehr teuer ist.


    Sonst hab ich nur eine persönliche Karte formuliert.


    Aber das mit den Blumen ist eine schöne Idee, die werde ich gleich abspeichern!!

  • Das Geld ist ja meist für Blumen gedacht. Hast Du keine Kollegen mit denen zusammen Du statt Geld eine Schale oder ein Gesteck fürs Grab kaufen könntest? Oder zusammen einen Gutschein von Fle*rop oder einem nahen Blumengeschäft? Karte würde ich auch auf jeden Fall schicken.
    Grüße
    Janka

  • Ich denke auch, dass eine Karte reichen würde. Aber Du hast ja das Problem, dass Du den Absender nicht kennst, oder? Willst Du das dann auf der Trauerfeier überreichen? Falls ja, würde ich noch einen kleinen Strauss für's Grab mitnehmen.

  • Ich denke auch, dass es völlig reicht wenn du eine Karte schreibst. Ich finde nicht, dass man da unbedingt Geld reinmachen muss. Eine Karte, evtl. mit einem schönen Vers, das ist doch auch eine Form der Anteilnahme.

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