Wie bekomme ich eine Struktur in den Tagesablauf?

  • Hallo Mädels,


    heute ist Luca 2 Monate alt und wir tun uns immer noch schwer eine feste Struktur in den Tagesablauf zu bringen.


    Er schläft morgens bis ca. 8.30Uhr. Dann stille ich ihn im Bett, wickel und wasche ihn und stille ihn nochmal im Wohnzimmer. Ich versuche ihn in die Wippe zu setzen, um selber ins Bad zu kommen. Manchmal klappt das ganz gut. Manchmal kommt er aber jede Std. und möchte gestillt werden und ist knatschig. Ich komme dann absolut zu nichts. Teilweise schläft er dann erst am Nachmittag ein. Die Dauer ist auch ganz unterschiedlich (zwischen 30min. und 2std). Abends haben wir erst seit kurzem ein Einschlaf- Ritual eingeführt. Das klappt mal mehr, mal weniger gut.


    Es ist auch fast unmöglich ihn in wachem Zustand hinzulegen. Wie bekommen wir das hin?
    Nachts kommt er alle 3 Std. Er schläft abends meistens in der Wiege. Wenn er nachts wach wird, bleibt er bei uns im Bett liegen ,da ich häufig über´s Stillen einschlafe. Versuche ich ihn zurück in die Wiege zu legen, gibt es Geschrei.


    Wie sieht Euer Tagesablauf aus? Wie und wann habr Ihr eine Struktur eingeführt?


    Fragen über Fragen... Ich freue mich auf Eure Antworten.


    LG Chrissie

  • Tragen findet er super! Nur macht das mein Rücken nicht auf Dauer mit.
    Außerdem muß ich mir ständig anhören, dass wir Luca zu sehr verwöhnen, wenn wir ihn rum tragen und er bei uns im Bett schläft...


    Ich befinde mich im Zwiespalt. Auf der einen Seite genieße ich die Nähe zu ihm sehr, auf der anderen Seite möchte ich morgens ins Bad gehen können und frühstücken und nicht erst nachmittags. Abends wäre es auch toll, nochmal Zeit für mich und meinen Mann zu haben.


    Bei anderen hört sich das oft so leicht an, so dass ich mich frage, was machen wir falsch? Wie bekommen wir das strukturierter hin?

  • Ich denke, er ist noch so klein, er braucht einfach noch die Nähe (mein Kind kuschelt z.B. gerade auch bei mir auf dem Schoß, es ist einfach krank und darf das! In unserem Bett schläft sie übrigens auch im MOment komplett, ansonsten mindestens ein paar Stunden in der NAcht )


    Ich würde also schon gucken, dass du zum ins Bad legen dann die Wippe oder so nimmst (evtl. im Bad) aber ansonsten einfach guckst, dass du ihn mit einem Tragetuch oder einer Trage vor dem Bauch trägst). Ich könnte mir vorstellen, dass dann auch bald viel mehr geht, aber nun erstmal die Nähe wichtiger ist.


    Und zu den anderen, lass sie reden. Entweder haben sie keine Kinder oder nur unkomplizierte Kinder oder sie verdrängen das, was sie mit den Kindern gemacht haben!
    Jeder der ein Kind hat, was nur getragen werden will, wird dir sagen, dass es das noch darf in dem Alter!


    Und dann muss die Struktur eben mit Kind rienkommen, klar geht das nicht, wenn du dein Kind auf dem Arm trägst und dein Rücken macht es auch nicht mit, aber es gibt soviele andere Möglichkeiten zum Tragen!

  • Quote

    Original von Chrissie.ac
    Außerdem muß ich mir ständig anhören, dass wir Luca zu sehr verwöhnen, wenn wir ihn rum tragen und er bei uns im Bett schläft...


    Das höre ich auch immer wieder von anderen Müttern (meistens älteren Jahrgangs), doch es läßt mich kalt ;)
    Man kann kein 2-Monate altes Baby verwöhnen, sondern "lediglich" auf seine Bedürfnisse eingehen, also trage Dein Baby wenn es ihm (und auch Dir) so besser geht.



    Eine halbwegs feste Struktur haben wir seitdem Emily ca. 2 oder 2,5 Monate alt ist. Festen Ablauf hat dabei die Abendzeit (ausgiebiges Spielen, Baby schlaffertig machen, stillen und ins Bett legen) und die Morgenzeit (Baby fertig machen, eigene Morgentoilette während Emily in der Wippe mit im Badezimmer ist), der übrige Tagesablauf ähnelt sich zwar, hat jedoch keine "feste Struktur" (z.B. findet der Mittagsschlaf manchmal um 13.00 und manchmal um 15.00 Uhr statt).
    Mach´ Dich da nicht so verrückt!


    Ach so: wach ins Bett legen konnte ich Emily auch erst mit ca 2,5 Monaten. Dazu stille ich sie abends im abgedunkelten Schlafzimmer und lege sie unmittelbar nach dem Stillen ins Bettchen (bis vor kurzem Wiege) und mache die Spieluhr an (manchnal mehrere Male hintereinander bis sie einschläft). Als sie noch in der Wiege lag, habe ich sie darin langsam zum Takt der Spieluht geschaukelt.

  • Das mit der Struktur kam bei uns auch erst später (okay ich hab auch zwei Säuglinge, keine Ahnung wie es bei Einlingen ist). Die ersten Wochen konnte ich nur abends duschen wenn mein Mann da war, vorher war maximal Katzenwäsche und Zähne putzen mit einem der Kinder auf dem Arm möglich (ein Schreibaby dabei).


    Als sie anfingen ihre Umwelt zu betrachten klappte es zu duschen und die beiden guckten von der Wippe aus zu, das war so ca. mit 4 Monaten (mittlerweile schrie Maximilian nicht mehr den ganzen Tag), ich weiß es nicht mehr genau.


    Mit drei Monaten haben wir langsam angefangen Rituale einzuführen, vorher halt schon das Gängige - nachts nicht sprechen, gedämpftes Licht, möglichst nicht wickeln, kein Spielen etc. Das hat prima geklappt, sie haben sehr schnell nachts nach jeder Mahlzeit wieder zuverlässig geschlafen (Ausnahmen bestätigen die Regel ;) ) und waren dafür tagsüber mehr wach.


    Anfangs haben wir die Kinder eigentlich auch nur schlafend ins Bett gelegt (da bewirkte das Essen ja schnell Müdigkeit), mit ca. drei Monaten hatten beide eine Phase von zwei Wochen in denen sie beide jeden Abend furchtbar geweint haben, auch auf dem Arm. Da beruhigten sie sich dann aber irgendwann und schliefen ein und man konnte sie dann ins Bettchen legen.


    Wir "verwöhnen" sie komplett, keiner der beiden muß hier weinen, ich bzw. wir tragen sie herum wie sie das gerne haben, alleine in den Schlaf schreien gibt es auch nicht. Trotz der bösen "Verwöhnerei" schlafen die beiden jetzt abends prima alleine ein, mittlerweile kann man ja auch viel besser erkennen ob nur gemeckert oder wirklich geweint wird.


    Zum Stillen habe ich leider keine Tipps, ich habe abpumpen müssen.


    Weiterhin viel Geduld :)

  • hallo chrissie,


    ich habe mir immer gedacht, das mit dem Rhythmus, wie soll ich da nur hinkriegen. aber bei uns war es so, dass wir lange einfach keinen hatten. Ich habe einfach versucht meinen Tag so ums Gretas Bedürfnisse herum zu planen, d.h. geplant hab ich nie was, sondern immer versucht das zu tun, was gerade ging.


    Erst seit sie ca 5 Monate alt ist hat sich ein Rhythmus ergeben, den ich auch als solchen erkannt habe, mit alle 3 std stillen und Mittagsschlaf und sowas.


    zum duschen: ja das ist am Anfang echt ein Problem. ich hab den stubenwagen immer ins bad geschoben und in 1 min geduscht ;(
    später als Greta in der wippe war, konnte sie mir zugucken, dann konnte ich auch 3 minuten duschen ;)
    jetzt spielt sie im bad in einer ecke und ich kann auch 5 min duschen


    warum duscht du nicht vor 8.30 Uhr, wenn er noch schläft?


    Insgesamt würde ich sagen, ihr macht absolut nichts falsch, es dauert nur vielleicht noch ein wenig, bis ihr den tag in den griff bekommt. Ich dachte am Anfang es wird nie besser, aber es wird echt besser - nur Geduld!


    lg
    Birgit


    EDIT: Anouk
    ich muss mich wundern wie du das mit Zwillingen (inkl einem schreibaby und abpumpen) geschafft hast ohne dabei auszuflippen - wahnsinn.

  • Sorry,dass ich nicht ermutigen kann.Aber wie soll man denn mit so einem kleinen Wurm Rhytmus in den Tag bringen?Ich denke,es ist ganz normal so.Die Mutter/Familie muss sich erst dran gewöhnen,dass ein Kind wirklich alles durcheinander bringt.Wir haben nach über einem Jahr immer noch keinen Rhytmus ;)

  • Laß Dich nicht irre machen!


    Dein Kleiner ist 2 Monate alt, seine Welt verändert sich fast täglich, alles sieht anders aus, er riecht und fühlt neue Dinge, nimmt alles anders wahr - wie soll er da einen Rhythmus hinbekommen?


    Dazu kommt einfach: jedes Baby ist anders. Ich treffe mich ja noch mit den Mädels aus dem GVK und wir sind sehr ehrlich zueinander, geben auch unsere Schwächen zu und sprechen über unsere Sorgen. Gerade gestern sind mir die Unterschiede extrem aufgefallen: Ein Baby schläft schon 8 Stunden durch - dafür nur im Bett der Eltern, was der Mama totales Kopfzerbrechen bereitet. Gabriel schläft nachts höchstens 4 Stunden am Stück, dafür aber in seinem eigenen Bett (an unserem dran). Manche Babys schreien viel, wenn sie mit Mama unterwegs sind und sind zu Hause Engel - unserer macht's genau umgekehrt. Gabriel schläft, wenn ich ihn wach ins Bett lege. Inzwischen wacht er sogar auf und schaut sich die Gegend an ohne gleich loszuschreien. Er kann sich auch eine Weile alleine auf seiner Krabbeldecke beschäftigen solange er meine Stimme hört, wenn er ruft. Dafür habe ich aber nichts getan, er ist (momentan) einfach so. Dafür hat er auch Phasen, wo er stundenlang rumgetragen möchte und ich ihn gar nicht ablegen kann. Ich versuche, mich auf nichts einzustellen und auf nichts zu verlassen. Er ist wie er ist und macht nichts, um mich zu ärgern. Also muß ich mich ihm anpassen - ich kann das im Gegensatz zu ihm. Und wenn ich mir dann erst nachmittags die Zähne putze oder mit ihm in der Tragehilfe, dann ist das eben so.


    Und zum Thema Verwöhnen: Laß Dir da bloß nichts einreden! So kleine Babys kann man einfach nicht verwöhnen. Sie brauchen die Nähe und die Geborgenheit, wie sollen sie sich denn sonst in dieser (noch) neuen Welt zurechtfinden?


    Halt die Ohren steif!


    Sonja

  • Hallo Chrissi,


    entspann dich und hör nicht auf andere. Erwarte nicht soviel von deinem Winzling. Bei uns war es nicht anders. Eine wirkliche Struktur hat sich ganz von alleine ergeben und hat sich anfangs auch nach den Schlaf und Wachzeiten gerichtet. Wir haben allerdings mit ca. drei Monaten dann langsam angefangen, eine feste Bettgehzeit am Abend einzuführen. Hat ne Weile gedauert, klappt aber nun wunderbar, wobei sich die Zeit natürlich mittlerweile etwas verschoben hat. Mein Alltag habe ich anfangs auch auf die Schlafenszeiten von Noah abgestimmt und mit täglich duschen hat das auch nicht immer so geklappt. Ich hab ihn einfach immer und überall mit hingenommen. Ins Bad, in die Küche etc. entweder einfach abgelegt oder wenn er darauf keinen Bock hatte eben im Tuch, welches gerade in den ersten Monaten wirklich die absolute Rettung war.


    Jetzt wo Noah schon etwas älter ist begreift man erst, wie schnell dieses erste Jahr vorrüber ging und welche hohen Erwartungen man an das Kind und auch sich selbst gestellt hat. Wenn man es schafft entspannter alles hinzunehmen, was kommt und alle Phasen die das Kind durchmacht auszuhalten, kann man sich ne Menge Ärger,Tränen und Verzweiflung ersparen. Aber es ist wirklich so unheimlich schwer. Denn meist erledigt sich alles irgendwie von allein, ohne viel dazutun.


    Gib deinem Kleinen noch etwas Zeit, du wirst sehen, dein Instinkt wird dir das richtie sagen, was zu tun ist.


    Liebe Grüße Nelly

  • Quote

    Original von bergspinne
      Anouk
    ich muss mich wundern wie du das mit Zwillingen (inkl einem schreibaby und abpumpen) geschafft hast ohne dabei auszuflippen - wahnsinn.


    Oh so soll es nicht klingen, ich hatte einen eisernen Willen beim Abpumpen, aber verzweifelt bin ich hier so einige Male. Die Wände haben so einige Schimpftiraden ertragen müssen, in der Küche flog auch 1x Plastikgeschirr [Blocked Image: http://wuerziworld.de/Smilies/mx/mx35.gif] und geheult hab ich auch regelmäßig :D

  • Huhu,


    ich denke auch, für einen strukturierten Tagesablauf ist es noch zu früh!!!


    Bei uns scheint es sich gerade etwas einzupendeln.


    Wobei ich wieder einemal sagen muß, dass ich es beim 2. Kind nicht so stressig finde wie mit dem 1. ;).


    Mann bzw Frau :D ist schon einiges geöhnt und hat eben schon seine Abstriche gemacht!!


    Laß dir Zeit....


    @ anouk
    du machst das Klasse :thumbup: und ausflippen darf man auch ruhig mal!!!!
    Mit meinem Tipp bezügl. der Schalfsäcke konntest du wohl nix Anfangen da du ja aus der Region Nord kommst ;(, habe ich erst später gesehen.


    lg
    feb06mami

  • Hi, welche Mutter flippt nicht mal aus? Ich habe meiner Kleinen heute morgen auch die Fremdbetreuung angedroht, weil ich keinen Schritt alleine tun durfte und sie ist schon 19 Monate alt und eigentlich eher pflegeleicht. Ich habe auch am Anfang wie blöde um einen Rhythmus gekämpft und würde es beim zweiten Kind viel mehr laufen lassen. Obwohl da vermutlich der Rhythmus wirklich stärker vorgegeben wird, da man ja schon ein Kind hat.
    Dein Zwerg ist doch noch schrecklich klein, laßt euch Zeit! Und die Ohren auf Durchzug, wenn die klugen Ratschläge kommen, die man nicht hören will ;)


    Die anderen beschrieben ja schon die kleineren Strukturen, die so nach und nach kommen und die ersten Schritte sind doch auch schon bei euch zu erkennen :)



    Ach ja, und nochwas zum alleine einschlafen: Ich habe auch anfangs versucht, meinen armen kleinen Wurm dazu zu zwingen und kann darüber mittlerweile nur den Kopf schütteln. 9 Monate liegt es sicher und geborgen in mir drin und dann auf einmal soll es alleine im eigenen Bett und alleine in einem Zimmer einschlafen? Wie bescheuert von mir.
    Jetzt seit kurzem sagt meine Tochter "Bett" wenn ich sie auf dem Arm halte und das Gute Nacht Lied singe. Aber meinen Arm darf sie halten und streicheln, bis sie eingeschlafen ist. Ich konnte mir niiiiiiiiiieeee vorstellen, dass sie irgendwann überhaupt mal ohne Stillen einschläft und erst ging das, dann ging es auch mal ohne Mama, jetzt geht es ohne auf dem Arm sein und irgendwann winkt sie mir vermutlich zu und sagt "Mama raus, 'leine schlafen" oder so. Und dann ist es so weit. Und bis dahin ist es eben Teil meines Jobs beim Einschlafen dabei zu sein.
    Sicher geht es schneller als Du denkst und dann schüttelst Du vermutlich genauso den Kopf über Dich, wie ich es bei mir tat. Immer mit der Ruhe und alles zu seiner Zeit! :)

  • Quote

    Original von feb06mami
    Wobei ich wieder einemal sagen muß, dass ich es beim 2. Kind nicht so stressig finde wie mit dem 1. ;).


    Stimmt, weil man ja die große Umstellung "Kind" bereits vollzogen hat, "lediglich" ein Kind hinzu gekommen ist.


    Klar, ich hab Moritz die ersten Monate auch erst gg. 09:00/09:30 in den KiGa gebracht, was den Erzieherinnen nicht gefallen hat. Aber wir mussten erst einmal einen Rhythmus finden, der uns allen passt. Ich hab mir schon auch Gedanken gemacht, letztendlich war mir die Meinung der anderen aber egal. Und das ist genau die Einstellung die man haben muss, dass es einfacher läuft.
    Lass die anderen quaken und mach wie Du denkst! Dann läuft es ganz entspannt - auch ohne wirklichen Rhythmus.

  • Vielen dank für Eure Antworten!


    Ich komme leider erst jetzt dazu mich zu melden, da mein Mann seit letztem Mittwoch mit einer Trombose im Krankenhaus liegt. Dementsprechend turbolent geht es hier zu (weit weg von irgendeinem Rhythmus ;) ).


    Gerade jetzt, wo ich total auf mich gestellt bin merke ich eigentlich, wie gut Luca und ich klar kommen. Es ist wirklich so, dass einen die Kommentare der anderen zu schnell zum Nachdenken bringen...
    Z.B. Die Tochter einer Bekannten ist 3 Wo. jünger als Luca. Sie wird regelmäßig alle 4 Std. gestillt und nachts schläft sie meistens durch. Sie hat diesen Rhythmus ihrem Kind antrainiert, indem sie die Kleine mit Fencheltee zwischendurch gefüttert hat und konsequent nur alle 4 Std. gestillt hat. Ich sagte ihr, dass ich das ziemlich hart fände, wobei sie auch sagte, dass sie selber dabei geweint hatte, weil die Kleine so schrie. Aber nach einem Tag war der Rhythmus drin.


    In der aktuellen "Elter*" steht auch, dass Kinder mit festem Rhythmus ausgeglichener sind und eher durchschlafen. Ich denke, dass es Luca mit Sicherheit gut tun würde, wenn er tagsüber einen Rhythmus hätte. Aber ich möchte das nicht um jeden Preis, wie meine Bekannte, erreichen.


    Bei Luca ist es meistens so, dass er nur 10-15min. trinkt und dann natürlich schnell wieder hunger bekommt...


    Mal nachts nicht alle 3 Std. stillen wäre auch schön...


    Hat jemand sein Kind durch eine sanftere Methode an einen Stillrhythmus gewöhnt?


    Wir lassen Luca auch nicht schreien und versuchen so gut wie möglich auf seine Bedürfnisse einzugehen. Wie gesagt, kribbelig werde ich nur, wenn ich nicht ins Bad und nicht zum Essen komme :D.
    Die SAche mit der Tragehilfe werde ich mir auch nochmal durch den Kopf gehen lassen.


    Liebe Grüße Chrissie

  • Ich fürchte fast, es gibt nur zwei Möglichkeiten:


    Entweder, Du läßt Luca seinen Rhythmus selber finden (und das wird er irgendwann) und stillst ihn weiter nach Bedarf oder Du läßt ihn schreien, um ihm einen Rhythmus anzutrainieren. Wobei ich persönlich denke, wenn man dabei schon als Mutter weint und einem das Gefühl sagt, man möchte das Kind hochnehmen und es stillen, dann kann das nicht die richtige Methode sein. ;)

  • Hi! Wir haben auch gerad versucht ein bißchen eine Struktur zu finden. Mit dem Stillen machen wir es jetzt (grob) alle drei Stunden, aber manchmal hat Pia auch zwischendurch so einen Hunger und da kriegt sie natürlich auch was. Ich versuche, wenigstens morgens 7.00 Uhr (da wacht sie eh immer von selbst auf), mittags 13.00 Uhr und abends 19.00 Uhr ungefähr einzuhalten. Dazwischen bekommt sie, wenn´s geht, um 10.00 Uhr und 16.00 Uhr noch was. Aber heute morgen hatte sie z.B. um halb neun wieder Hunger und hat eben dann auch was bekommen.
    Ich glaub, aufzwingen kann man den Kindern das nicht (bzw. ich würd´s nicht machen), sondern gucken, was geht.
    Abends versuche ich einfach wenn ich sie hinlege (ich gehe mit ihr zusammen ins Bett um 22.00/23.00 Uhr) immer das gleiche Lied zu singen und im Dunkeln zu stillen, damit sie weiß, dass gleich Schlafenszeit ist.
    Ich hab mir vor kurzem auch ziemlich Gedanken zum Schlafengehen alleine etc. gemacht, aber da sie abends ein großes Nähebedürfnis hat, wäre es völliger Quatsch, sie alleine ins Bett zu legen: Sie würde nur heulen! Also warten wir ab, bis sie selbst bereit dazu ist :D


    LG Petty

  • Quote

    Original von Chrissie.ac
    In der aktuellen "Elter*" steht auch, dass Kinder mit festem Rhythmus ausgeglichener sind und eher durchschlafen.


    Bist Du denn sicher, daß mit "festem Rhythmus" der Stillrhythmus gemeint ist? Ich denke eher, es ist ein fester Tagesablauf gemeint, also immer um die gleiche Zeit aufstehen, tagsüber geregelter Ablauf, abends festes Ritual zum Einschlafen möglichst immer um die gleiche Zeit. Kann das sein?

  • Quote

    Original von otti1977


    Stimmt, weil man ja die große Umstellung "Kind" bereits vollzogen hat, "lediglich" ein Kind hinzu gekommen ist.


    Ist bei uns auch so. Bei Lynn hatten wir ganz lange keinen Rhytmus. Sie lag immer lange bei uns auf der Couch mit bis wir nachts ins Bett gegangen sind.


    Bei Fiona ist es nun anders. Sie wird nach ihrer letzten Flasche (ca. 22/22:30) ins Bett gelegt. Allerdings auch schlafend, anders geht es nicht, bin froh dass sie jetzt überhaupt im Stubenwagen schläft. :rolleyes: Ich möchte einfach dass sie bald einen Rhytmus hat wenn möglich, da sie ja in einigen Wochen einfach morgens pünktlich aufstehen muss, weil ich ja wieder arbeiten gehe. Und ich denke da sie ja 4 Tage von meiner Mama betreut wird und 3 von mir, ist ein Rhytmus der immer gleich bleibt einfach wichtig.


    Ob sich dann allerdings ihre Mahlzeiten an den Rhytmus halten ist immernoch ne andere Frage ;)

  • Quote

    Original von sonni1978


    Bist Du denn sicher, daß mit "festem Rhythmus" der Stillrhythmus gemeint ist? Ich denke eher, es ist ein fester Tagesablauf gemeint, also immer um die gleiche Zeit aufstehen, tagsüber geregelter Ablauf, abends festes Ritual zum Einschlafen möglichst immer um die gleiche Zeit. Kann das sein?


    Ja, das denke ich auch. Ich meine nicht nur den Stillrhythmus, sondern auch den Tagesablauf.
    Luca geht ungefähr zur selben Zeit ins Bett und wir stehen ca. zur selben Zeit auf. Ansonsten ist noch nicht viel Struktur in unserem Tag. Deswegen auch meine Frage, ab wann der Tagesablauf geregelt sein sollte und in welchem Umfang?


    Mit dem Stillrhythmus interessierte mich, wie Ihr das macht, weil meine Bekannte einen völlig anderen Ansatz hat wie ich und ich Luca nicht zwischen den 4 Std. schreien lassen könnte.


    Beim ersten Kind weiß man noch nicht, was sollte wann sein. Deswegen interessieren mich Eure Erfahrungen sehr.


    @Petty: Ich versuche auch die Abstände zwischen den Mahlzeiten etwas zu strecken. Denn jede Std. oder alle zwei Std. machen meine Brustwarzen auf Dauer nicht mit ;).
    Das Problem ist, dass er nur kurz trinkt und dann schnell wieder angelegt werden möchte. Ich weiß nicht, ob man das ändern kann?...


    Tweetyleeni: Welchen Rhythmus wirst Du ihr tagsüber vorgeben? Nur die Mahlzeiten?


    @Jemphine: Mit dem alleine schlafen sehe ich mittlerweile auch so. Ich habe mich anfangs von anderen verrückt machen lassen, dass Luca zu sehr verwöhnt wird, wenn er bei uns schläft. Er ist halt ein Kind, was unsere Nähe braucht. Ich werde immer wieder versuchen ihn auch in die Wiege zu legen, wenn er aber nicht mag, dann geht es zur Zeit halt nicht.

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