Schreikind ... Bin verzweifelt...

  • So, Ihr Lieben. Dann will ich mal. Ich hatte gehofft, dass ich es schaffen würde, aber jetzt brauche ich doch Eure wertvollen Tipps.


    Leander ist ein Schreibaby. Er schreit immer. Wenn er wach wird, schreit er sofort nach dem ersten Augenaufschlag und findet nur in den Schlaf, wenn er völlig erschöpft ist. Keiner kann man sagen, was es sein kann. Ich verbringe meinen Tag wie folgt:


    Tragen, wiegen, singen, Kirschkernkissen, Bauchmassage, Füttern, Fersen massieren, tragen, wiegen, singen, Kirschkernkissen usw. ...


    Für den Haushalt bleibt keine Zeit, schlafen tue ich seit 6 Wochen höchstens 1-2 Stunden. Mein Leben ist derzeit die Hölle und ich weiß nicht mehr weiter. Ich werde jetzt noch die Nahrung umstellen, aber was ist, wenn auch dies nichts nützt. Ich hatte Blähungen im Verdacht und hoffe, dass die Nahrungsumstellung ein wenig Linderung schafft, aber wenn nicht..... Ich kann nicht mehr. Ich hasse mein derzeitiges Leben, kann mich an nichts mehr erfreun und weine ständig. Leander versuche ich gegenüber weiterhin liebevoll und fröhlich zu sein, damit er nicht so viel von meiner STimmung abkriegt, aber das ist nicht immer leicht.


    Habt Ihr den ultimativen Tipp ... oder auch nur einen kleinen....


    Erschöpfte Grüße...

  • liebe sandstern,


    ich kann dich so gut verstehen. unsere ersten monate sahen genauso aus. tags über, nachts.. ich stand singend unterm dunstabzug, sie hat mit staubsauger mittagsschlaf gehalten etc.


    uns hat der gang zum osteopathen geholfen. vielleicht magst du es mal versuchen? ich werde mit dem zweiten sofort dahin, sowas will ich nicht nochmal mitmachen.


    hast du tagsüber jemanden, der mit leander eine runde spazieren laufen kann? in der zeit könntest du dich ausruhen und kraft tanken. lass den haushalt in ruhe - es kommen noch andere zeiten.


    cécile hat (meistens) im kinderwagen zur ruhe gefunden. ich bin stundenlang mit ihr gelaufen. hat mir gut getan (kopf wird frei) und ihr auch..


    ich wünsche euch, dass es bald besser wird.


    lg
    kruemel

    Es geht im Leben nicht darum, den Sturm auszusitzen.
    Es geht darum zu lernen, wie man im Regen tanzt.

  • Du arme! Du hast mein volles Mitgefühl, das gehört echt mit zu den anstrengendsten Dingen, die man als Mama so durchmachen kann! Hast du es schon mit einem Tragetuch probiert? Das wirkt bei uns gut, so nach ca. 10 min darin hört sie auf zu brüllen.


    Wegen der Nahrungsumstellung frag mal Eli25, die probiert das auch gerade. siehe hier


    Alles Gute!


    Emma

  • Oh Sandstern, das tut mir leid!!! :( Ich kann das nur zu gut nachempfinden. Bei Elias war das auch ganz furchtbar schlimm. Nach 4 Monaten sind wir dann zu einem Ostehopaten (schreibt man das so?) und siehe da, Elias hatte KISS. Blokaden in Hals- und Lendenwirbelsäule und im Becken. die haben wir raus machen lassen und es wurde viiiiel besser. Anfangs dachte ich "Ach mein Kind hat das sicher nicht!" während meine Mutter (!!!) schon davon gesprochen hat, da war Elias gerade 6 Wochen...Nach dem Besuch beim Ostheopaten haben wir noch Krankengymnastik gemacht und das alles in allem war super. Und mittlerweile ist Elias so ein liebes Kind!!!


    Vielleicht versucht du das mal... Und wenn es das nicht ist, dann hast du es wenigstens versucht. Aber du hattest ja geschrieben das du eine relativ schwere Geburt hattest und Leander war ja auch ziemlich groß, da kann es durchaus sein, das es zu verschiebungen kam, die ihm nun weh tun!


    Ich wünsche dir alles alles Gute und lass dir den kleinen mal für 2h abnehmen von deinem Mann oder Großeltern, damit du wieder Kräfte sammeln kannst.


    LG Claudi

  • Sorry, hab grad keine Zeit weil wir grad aufm Weg zum Arzt sind.
    Ich kann Kruemel nur zustimmen, der Osteopath kann Wunder bewirken. Die Geburt von Leander war ja nicht ganz so einfach, evtl ist da einfach was bei ihm blockiert!


    Später mehr!


    Liebe Grüße
    Falu

  • Hallo,


    oh ich kenne das nur zu gut. Laß dich mal :knuddel:
    Bei Leni war der Spuk, nach genau drei Monaten vorbei.
    Ich weiß, das macht dir jetzt nicht wirklich Mut, ich wünsche dir starke Nerven. Ihr schafft das auch.


    Zum Osteopathen zu gehen, kann ich dir auch empfehlen. Wir waren auch dort.
    Allerdings war Leni "schon" 5 Monate alt, und war kein Schreibaby mehr.
    Von daher kann ich nicht sagen, ob es wirklich geholfen hat.



    Alles Gute

  • Den ultimativen Tipp habe ich dir leider nicht. Den hätte ich damals vor drei Jahren auch gerne gehabt, aber den gibt es einfach nicht.
    Was uns ziemlich gut geholfen hat, war das Tragetuch. Das hat die ganze Sache etwas entspannt. Aber eben auch nur bis zu einem gewissen Grad. Es gab Zeiten, da hatte ich Leo fast den ganzen Tag darin...


    Viele liebe Grüsse
    Elke

  • Auch ich hätte jetzt spontan den Osteopathen empfohlen (obwohl ich selber keine Erfahrungen damit habe).


    Unsere Marie hatte auch Schreiattacken - aber für uns zum Glück nicht jeden Tag, sondern "nur" an ca. 5-6 Tagen insgesamt. Trotzdem weiß ich, wie schlimm das ist und kann mitfühlen, wie es dir geht. In dieser Zeit half auch kein Kinderwagen ... nur Tragen, Kirschkernkissen, singen, ... Wäre es dann nicht plötzlich ausgeblieben, wären auch wir zum Osteopathen gegangen.


    Unsere Kinderärztin hat zu uns gesagt, die Kleinen schreien deshalb so viel, weil sich im Körper alles umstellt, weil sie auf Reize reagieren, die sie vorher im Bauch noch nicht kannten, ... Das hörte sich zwar logisch an, half uns aber nicht.


    Ach - und am besten ist tatsächlich, wenn du deinen Leander mal für 2 Stunden abgibst, dich hinlegst oder in die Badewanne sitzt. Deshalb bist du keine schlechte Mutter - ich hab das auch gemacht und gedacht, wie unfähig ich doch bin ... aber es IST NICHT so. Ich hab gelernt, Hilfe anzunehmen.


    Und der Haushalt? Pf, lass ihn sein. Oder stell jemanden ein, der zum Putzen kommt. Koch "schnelle" Gerichte - Suppen, Nudeln, ... Wichtig ist nur, nimm dir auch Zeit für DICH.


    Und noch was, Schokolade war suuuuper!


    Ganz liebe Grüße und einen dicken :knuddel:,
    Tanni

  • Ich hab keinen Tip, ich wollte Dir nur schnell das hier :knuddel: da lassen, weil ich mir vorstellen kann, wie schrecklich Du Dich fühlst. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft. Du schaffst das und es kommen auch wieder bessere Zeiten!


    Und ja, gib Leander ruhig mal ein paar Stunden ab. Es ist wichtiger, dass Du ausgeruht und vor allem einigermaßen gut gelaunt bist, als dass Du ihn permanent bei Dir hast. Er braucht schließlich Deine Liebe, und wenn Du ausgezehrt bist, kannst Du ihm die nicht geben.

  • Ich kann Dir wirklich nur das Buch von Christ*ne Rankl "So beruhige ich mein Baby" empfehlen, mit vielen Tipps aus der Schreiambulanz. Das Buch hatte Anouk mal empfohlen und war für mich goldwert. Wir hatten zwar kein Schreibaby, aber unser Sohn war in den ersten 3 Monaten von Koliken geplagt.


    Nach 3 Monaten war es von jetzt auf gleich weg, außerdem brauchte/ braucht unser Sohn viel Körperkontakt und er hatte auch auf Reizüberflutung mit Schreien reagiert.


    Nach den 3 Monaten war er wie ausgewechselt, sehr ausgeglichen, zufrieden und ein kleiner Sonnenschein ;)


    Halte durch, es wird besser. Hole Dir Hilfe aus deiner Familie und schlafe mal wieder länger! Die Kleinen merken schon am Herzschlag, wenn die Mama aufgeregt ist ;)


    Edit: Uns hat gut geholfen, Sab S*mplex vor jedem Stillen, Kümmelsalbe/ Massagen, Beinchen leicht in Richtung Bauch bringen, da ging gut die Luft ab, Kümmelzäpfchen, Pucken, Rumtragen im Tragetuch, Spaziergänge im Wagen, da hat er sofort geschlafen, geregelter Tagesablauf.

  • Normalerweise kann ich ja hier nix beitragen, aber vor kurzem hab ich zufällig zum Thema Schreibaby eine Reportage gesehen.
    Es gibt "Behandlungsmöglichkeiten", d.h. Kliniken die darauf spezialisiert sind und dem Kind und Eltern weiterhelfen können. Ausserdem gabs einen speziellen Tagesablauf um das Schreien zu vermindern. Weiss ich nicht mehr genau.
    Vielleicht hilft dir diese Seite weiter: http://www.schreib*byhilfe.ch/deu/startseite.php (*a) Für eine deutsche Seite hab ich noch das gefunden: http://www.schreib*by.de/index2.html
    Alles Gute für euch!

  • Vielleicht kann ich dir wenigstens ein kleines bißchen helfen.
    Habe persönlich leider (oder zum Glück) keine Efahrungen aber zwei meiner Freundinnen hatten auch Schreibabys, die inzwischen mit knapp einem Jahr ganz liebe Mädels sind.


    Beide hatten superlange und schwierige Geburten und sind dann zur Ostheopatin gegangen, das ein eMädchen hatte eine Verschiebund irgedwelcher uskeln oder so im Köpchen und hatte dauerhaft einfach Kopfschmerzen und Gleichgewichtsprobleme! Das andere Mädchen Blockaden im Rücken (wenn ich mich recht erinnere).


    Mein Tipp und den kleinen zu beruhigen:


    SETZ DICH MIT IHM AUF DEN GYMNASTIKBALL UND HÜPFE HIN UND HER!


    Bei den beiden Würmchen die ich kenne war das die absolute Rettung um die kleinen ruhig zu bekommen.


    Lass dir helfen und dich unterstützten, Haushalt ist momentan zweitrangig, dennoch kann ich dich verstehen dass es dich stört dass nichts passiert. Mir hat meine Mama und mein Mann die ersten Wochen sehr viel geholfen, von Kochen, Bügeln, Waschen usw. ich habe fast nichts machen müssen. Lass dir helfen und gib die Maus mal zum spazieen gehen mal ab damit du dich hinlegen kannst!


    LG, Ludmilla

  • Oh nein - ich kann dich gut verstehen... Hanna schreit auch sehr viel - aber bei weitem nicht soviel wie euer kleiner und ich bin trotzdem oft am Rande der Verzweiflung...


    Was bei uns ganz gut geholfen hat war der Besuch beim Osteopathen. Außerdem haben wir seid Montag die Ernährung umgestellt was bis jetzt wahre Wunder vollbracht hat :) Hanna hatte auch arge Blähungen und wir geben ihr nun N*valac BK *=o. Kann ich dir bisher nur wärmstens empfehlen. Bekommst du allerdings nur in Apotheken.


    Ich hoffe das es bei euch bald bergauf geht!

  • Liebes Sandsternchen, viele Tipps hab ich ja auch nicht aber ich will dir auch sagen, wie leid mir das tut und wie gut ich dich verstehen kann (mir gehts ja auch schon seit Monaten immer nur schlecht, das zermürbt einfach nur).


    Mein Bruder war ein Schreikind und ein wenig Linderung brachte Kümmelöl und die Flasche mit Fencheltee aufschütten - ansonsten hat meine Mum das ganz tapfer 3 Monate durchgehalten - und weg war's ! Das ist dir sicher momentan kein Trost, aber ich bin mir sicher, es geht vorbei .... irgendwann....


    Ich drück dich mal ganz lieb und fest
    Sabine

  • Liebe sandstern,


    und ich hatte gehofft, dass Du deswegen so wenig schreibst, weil es euch besser geht und Du keine Lust aufs Forum hast. ;(


    Ich hab leider keine Tipps für Dich, aber ich wollte Dir meine Hilfe anbieten, soweit möglich. Dir den Kleinen mal abnehmen, ein Süppchen vorbeibringen, oder einfach ein bisschen trösten, was auch immer.


    Ruf mich an, wenn ich Dir helfen kann, ja? :knuddel:


    P.S.: Beim Yoga hab ich ein Mädel kennengelernt, deren Putzfrau (die wohl wirklich Gold wert ist) noch weitere Putzstellen sucht. Die putzt, spült, bügelt, .... Den Kontakt könnte ich Dir vermitteln.

  • Osteopath würde ich auch gleich mal empfehlen, oft sind Blockaden der Auslöser für Schreiattacken. Die Geburt war ja nicht leicht, insofern könnte das schon sein.


    Auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten können der Auslöser sein. Wir waren ja mit Luisa auch erst in der Klinik, sie hatte zwar keine Schreiattacken, dafür aber Blut im Stuhl. Bei uns ist es eine Kuhmilcheiweißallergie und sowas kann eben auch Schreiattacken auslösen. Wenn es sowas ist hilft nur die Umstellung auf eine sehr spezielle Nahrung, in der das Eiweiß so aufgespalten ist, dass es dem Baby keine Probleme mehr bereitet. Aber meines Wissen haben die "milchfreien" Nahrungen, die es im Handel gibt oft Soja drin und da gibt es dann oft "Kreuzallergien".


    Die Heilpraktikerin, die ich mit Julia aufgesucht habe, ist im übrigen der Meinung, dass es immer Ursachen für Schreikinder gibt, die eben auch "behandelt" werden müssen.


    Meine Nachbarn hatte ein Schreikind und die Nahrungsumstelung der stillenden Mutter hatte guten Erfolg.

    Eine Veränderung bewirkt stets eine weitere Veränderung.

    Niccoló Machiavelli (1469 - 1527)

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