Was ist jetzt wirklich, wenn Babys am Rücken liegen und kotzen?

  • Grüß Euch,


    interessante Frage, finde ich. Wegen SIDS soll man sie nicht am Bauch schlafen lassen, wegen dem Übergeben und eventueller Erstickungsgefahr musste man sie früher am Bauch schlafen lassen. Aha. Es nervt mich schon tierisch, dass ich mir jetzt Sorgen mache, weil beides extrem unwahrscheinlich ist.
    Aber wie löst Ihr das? Livia übergibt sich eine Stunde nach dem Trinken. Nachdem ich sie eine Stunde aufrecht gehalten habe, kommt ein Mund voll Milch...
    Mein Mann war besorgt und meine Schwiegermutter meint: Nach dem Essen seitlich legen. Aber sie ist immer "gerade nach dem Essen". Komische Sache...


    Liebe Grüße


    Kathi

  • Übergibt sie sich wirklich oder spuckt sie nur, d.h. läuft es nur wieder raus?
    Greta hat auch viel gespuckt und ich hatte auch immer Angst das was passiert, konnte sie keine Sekunde aus den Augen lassen.
    Schäft sie bei euch im Zimmer? Dann ist doch schon mal der größte Risikofaktor behoben. Du bist doch immer dabei, und es gibt ja auch noch Reflexe. Wenn du unsicher bist, kannst du sie ja auch mal mit einer Handtuchrolle leicht seitlich legen, hab ich auch ab und zu gemacht.

  • Genau deswegen lag Juri schon am ersten Tag nach der Geburt im KH auf der Seite. Er hat sofort Fruchtwasser gespuckt und später Muttermilch. So lief es gut raus.


    Mir ist es ziemlich egal, dass viele sagen, es würde nichts ausmachen auf dem Rücken und die Babys würden den Kopf zur Seite drehen. Auf dem Bauch sollten die Babys ja auch den Kopf zur Seite drehen und trotzdem gibt es ja schlimme Fälle. Also verlasse ich mich nicht darauf und lasse (bzw. früher) mein Kind lieber auf der Seite schlafen.


    LG Alla

  • Es gibt ja sogenannte "Schutzreflexe" wie Husten, Kopf drehen, die verhindern sollen, dass man gleich erstickt, wenn man auf dem Rücken liegt und erbricht. Wir selbst schlafen ja auch unbesorgt auf dem Rücken ;).
    Tatsächlich käme es für mich als Mutter aber wohl auch ein bißchen auf die Mengen an. Wenn ich also ein Kind hätte, dass sehr viel und größere Mengen spuckt bzw. richtig erbricht, dann würde ich wohl auch dazu neigen, es wie Sonne auf die Seite zu legen und nicht auf den Rücken. Das ist aber keine offizielle Mediziner-Empfehlung sondern daten-ungestützte Privatmeinung :angel: .

  • Wie man's macht, ist es falsch ;)


    Gabriel hat auch von Anfang an viel gespuckt - so wie Juri auch, schon im Krankenhaus Fruchtwasser, später Milch und auch heute spuckt er noch ab und an (aktuell durchs Zahnen).


    Tagsüber habe ich ihn öfter auf dem Bauch schlafen lassen, gerade, wenn er auf dem Arm eingeschlafen ist und ich ihn abgelegt habe. Ich war ja in der Nähe, wach und hatte ihn im Blick. Er hat dann einfach ruhiger geschlafen und sich nicht so oft wach gerudert.


    Nachts habe ich ihn anfangs auf dem Rücken oder auf der Seite schlafen lassen. Wobei ich sagen muß, daß er sich nie ernsthaft verschluckt hat. Er hat einfach den Kopf auf die Seite gedreht und die Milch ist rausgelaufen oder auch mal ein bißchen weiter gespuckt worden. Klar hat er dann auch mal ein bißchen gehustet, aber meist war ich dann eh sofort wach und konnte nach ihm sehen.


    Ich schätze, solche Zwickmühlen werden einem immer wieder begegnen und man kann einfach nicht alles richtig machen. Risiken minimieren und nach Bauchgefühl handeln, würde ich sagen.

  • Juri hatte auch ein gerolltes Handtuch im Rücken, auch noch im KH. Er ist noch nie auf den Bauch gerollt, wenn dann immer auf den Rücken. Da er auf dem Rücken sowieso nicht schlafen wollte, hat sich die Frage bei uns sowieso damals erledigt.


    Auch jetzt schläft er so gut wie nie auf dem Rücken, dreht sich dann immer auf den Bauch oder die Seite. Wir sind allerdings auch keine Rückenschläfer, für mich ist es eine Qual, wenn ich auf dem Rücken schlafen muss (nach der OP musste ich).


    LG Alla

  • Danke für Eure Antworten!!


    Krass ist das, was da für Ängste aufkommen... Ich denk gern über was nach, aber ich will nicht ängstlich leben. Mich nervt das ungemein. Ein Sch*-Gefühl und viele Dinge sind Schicksal.


    Ja, klar muss es Reflexe geben. Sonst würden viele Babys sterben. Dabei sind sie zum Leben gemacht.


    Livia kotzt nicht richtig, normalerweise stoßt sie nichtmal auf. Aber heute hat sie EINE Stunde nach dem Essen einen Mund voll Milch gespuckt. Obwohl sie die ganze Stunde aufrecht war... Aber sie war so übervoll, weil ich sie nach dem Wickeln Troststillen "musste".


    Das Gute: Sie kann schon von Geburt an den Hals halten. Also nicht so, dass er nicht ins Genick geht. Aber sie liegt auf mir, hebt sich hoch und dreht ihren Kopf. Also am Bauch hab ich mäßig Angst, lass sie aber natürlich nicht alleine so. der KiA meinte, ich soll sie auf den Bauch legen und dabei seinl. Das ist gut für die Motorik.



    Ich werde schauen, dass sie nicht mehr übervoll ist. Troststillen mag ich eh nicht, weil *aua*.



    Jetzt aber Hunger-Stillen ;)



    Liebe Grüße


    Kathi

  • In einer Fortbildung zum Thema SIDS hat unsser Oberarzt auf diese Frage folgendes geantwortet: Kinder, die auf dem Rücken schlafen, schlafen nie so tief wie auf dem Bauch und deshalb funktioniert das Reflexsystem in dieser Lage sehr zuverlässig. Das heißt, das Erbrochene wird auch nach außen befördert, zum Beispiel durch reflexartiges Drehen des Kopfes zur Seite. Unsere Maus hat immer auf dem Rücken geschlafen und auch heute noch drehe ich sie nachts in die Rückenlage zurück, wenn ich sehe, daß sie auf dem Bauch liegt.

  • Wir hatten ein Seiten-Lage-Kissen. Da kann nix passieren. Durch die beiden Keile kann das Kind weder nach vorn, noch nach hinten kippen.


    Meine Tochter sollte (laut Kinderärztin) nach der Geburt auf der Seite schlafen. Hatte zwar andere Gründe als das spucken, aber so konnte ich sie beruhigt seitlich lagern und sie hat super geschlafen.


    Ist zumindest sicherer als die Handtuchlösung.


    Liebe Grüße
    Alice


    Edit: Hier mal ein Bild von MaxxKid*s -> Seitenlagerungskissen

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