Vätermonate in Teilzeit (Halbtags?)

  • Guten Morgen !


    Heute auch von mir eine Frage zur Elternzeit.
    Mein Mann würde gerne zuhause bleiben, allerdings wäre es nicht so toll, würde er die zwei Monate ganz ausfallen.
    Jetzt meine ich, irgendwann in den Nachrichten gehört zu haben, dass es auch möglich sein sollte, die zwei Vätermonate zu splitten. Also nicht zwei Monate am Stück zuhause, sondern 4 Monate halbtags arbeiten. Dr. Gockle hat mir jetzt nicht wirklich weiterhelfen können, sagt mir nur, dass es grundsätzlich möglich ist, Teilzeit zu beantragen.


    Weiß eine von Euch, ob das so möglich wäre ? Oder ob das evtl nur angedacht war und nicht als Gesetztesergänzung, -erweiterung in Kraft getreten ist ?


    Vielen Dank !
    liebe Grüße
    Meli

  • Die Elternzeit, ganz genau die zwei Vätermonate (ab Geburt) und ob es möglich ist, die zwei Monate auf vier Halbtagsmonate zu ziehen.
    Dass Teilzeit generell möglich ist, weiß ich aus den von Dir genannten Seiten, aber speziell bei den Vätermonaten bin ich mir nicht sicher ... (obwohl das ja eigentlich keinen Unterschied machen dürfte, oder ?)


    Danke Dir schonmal !!

  • Ne eigt. nicht.. (man kann ja Elterngeld auch auf 24 Monate strecken, wobei das nichts mit der Teilzeit zutun haben dürfte)


    Ich glaub Vätermonate heißt es ja eh nur im "Volksmund" - was ist, wenn die Mutter "gleich" wieder arbeiten geht und der Vater mehr als 2 Monate zu Hause bleibt? ;) Das darf er ja auch.


    lg :)

  • Guckst du hier. Das ist die offizielle Broschüre zum Elterngeld und da steht alles drin was man wissen muss.


    Die Elternzeit, ganz genau die zwei Vätermonate (ab Geburt)


    Ich glaub Vätermonate heißt es ja eh nur im "Volksmund"


    Es ist einfach unglaublich wie es die Medien geschafft haben so einen Unfug zu verbreiten. Wie Ivy schreibt gibt es keine "Vätermonate". Es gibt die Elternzeit, die bis zu 14 Monate betragen kann, wenn beide Partner sie sich teilen, davon muß jeder der Partner mindestens zwei Monate Elternzeit nehmen (Ausnahme: Alleinerziehende, die können auch allein 14 Monate nehmen).


    Wie Ivy bereits geschrieben hat ist Teilzeit bis zu 30h in Elternzeit möglich, außerdem ist es generell möglich die Elternzeit auf 24 bzw 28 Monate zu strecken, allerdings in diesem Fall bei halbem Bezug, d.h. du bekommst genausoviel Geld wie bei normalem Bezug, aber pro Monat nur halb so viel aber doppelt so lange...


    Ich selbst nehme 5 Monate Elternzeit und arbeite während dieser Zeit 60%. Susanne nimmt die verbleibenden 9 Monate.


    Viele Grüße
    Volker

  • Aber wird nicht der Verdienst in der Elternzeit komplett auf das Elterngeld angerechnet? Oder habe ich das falsch verstanden?


    Natürlich wird es das. Jedes Einkommen wird darauf angerechnet, da das Elterngeld per Definition 67% des wegfallenden Nettoeinkommens ersetzen soll (bis 1800 EUR Auszahlungsbetrag). Aber wo ist das Problem dabei?


    Viele Grüße
    Volker

  • Wenn er 4 Monate Teilzeit arbeitet, verbaucht er logischer Weise 4 Monate vom Elterngeld.
    Soll er nur zwei verbrauchen, dann kann er nur zwei Moante halbtags arbeiten. Möglich wären evtl. auch noch solche Varianten, wie zwei Monate gar nicht bezahlt werden und zwei Monate voll (in denen er dann nur Elternzeit nimmt und kein Elterngeld bezieht).

  • Wenn er 4 Monate Teilzeit arbeitet, verbaucht er logischer Weise 4 Monate vom Elterngeld.
    Soll er nur zwei verbrauchen, dann kann er nur zwei Moante halbtags arbeiten. Möglich wären evtl. auch noch solche Varianten, wie zwei Monate gar nicht bezahlt werden und zwei Monate voll (in denen er dann nur Elternzeit nimmt und kein Elterngeld bezieht).

    Danke Dir, genau das wollte ich wissen !

  • Wenn er 4 Monate Teilzeit arbeitet, verbaucht er logischer Weise 4 Monate vom Elterngeld.


    Nicht wenn er die Variante in Anspruch nimmt nur das halbe Elterngeld zu beziehen. Dann verbraucht er auch mit 4 Monaten Elternzeit nur 2 Monate, aber er bezieht halt 4 Monate lang nur die Hälfte dessen was ihm rechnerisch an Elterngeld zusteht.


    Viele Grüße
    Volker

  • Nicht wenn er die Variante in Anspruch nimmt nur das halbe Elterngeld zu beziehen. Dann verbraucht er auch mit 4 Monaten Elternzeit nur 2 Monate, aber er bezieht halt 4 Monate lang nur die Hälfte dessen was ihm rechnerisch an Elterngeld zusteht.


    Viele Grüße
    Volker


    Du meinst, er sollte die doppelte Auszahlungsvariante nehmen? Nur das halbe Elterngeld beziehen gibt es nicht! Bezugszeitraum ist maximal 12 bzw. 14 Monate!


    Problem dabei ist, dass ihm ja das Einkommen voll angerechnet wird, er also somit weniger Elterngeld zur Verfügung hat, als wenn einen Monat voll zu Hause bleibt!

  • Du meinst, er sollte die doppelte Auszahlungsvariante nehmen? Nur das halbe Elterngeld beziehen gibt es nicht!


    Problem dabei ist, dass ihm ja das Einkommen voll angerechnet wird, er also somit weniger Elterngeld zur Verfügung hat, als wenn einen Monat voll zu Hause bleibt!


    Nur das halbe Elterngeld beziehen ohne verdoppelten Bezugszeitraum wäre ja auch etwas doof. Ich meinte schon halbierter Bezug bei verdoppeltem Zeitraum...


    Auf diese Weise hat man vier halbe Monatsgehälter plus zweimal (vier halbe) Elterngeldbezüge für Teilzeit. Bei zwei Monaten voll arbeiten und zwei Monaten 100% zu Hause hat etwas mehr Geld (zwei volle Gehälter (das ist wegen der Steuern aber weniger als vier halbe Gehälter) und zweimal Elterngeld 100%), aber dafür arbeitet man ja auch in den vier Monaten nie in Teilzeit sondern zwei Monate voll und zwei Monate gar nicht. Und ob sich ein Arbeitgeber auf den Beschiß einläßt zwei Monate normal zu bezahlen und zwei Monate nichts für vier monate halb arbeiten kommt auf den Arbeitgeber an...


    Viele Grüße
    Volker

  • Nur das halbe Elterngeld beziehen ohne verdoppelten Bezugszeitraum wäre ja auch etwas doof. Ich meinte schon halbierter Bezug bei verdoppeltem Zeitraum...


    Hier möchte ich ganz klar noch mal darauf hinweisen, dass sich der Bezugzeitraum nich verdoppelt! Bezugszeitraum ist immer nur einfach nur der Auszahlungszeitraum kann doppelt so lang sein. Das ist jedenfalls der rechtliche Unterschied!


    Viermal das halbe Elterngeld ist leider nicht identisch mit zweimal das volle Elterneld, denn es wird ja erst die Einkommensdifferenz zur Berechnung genommen, somit ist dies auch gekürzt!


    Und Beschiß ist es nicht, ist einfach nur eine Vertragsgestaltung und die muss ja für die Elternzeit eh neu gemacht werden!

  • Irgendwie habe ich das Gefühl, ihr redet an einander vorbei, Susannea und Volker. ?-(


    Der Sinn war doch, dass er nicht 2 Monate am Stück weg von der Arbeit will, wegen Projekte oder so. Deswegen wollte er 4 Monate Teilzeit arbeiten. Das Problem ist nur, dass es auch 4 Monate Elterngeld verbraucht, d.h. Meli bleiben nur 8 Monate Elterngeld (die ersten 2 Monate sind ja schon durch Mutterschutz belegt).


    Wenn er 2 Monate Elternzeit nimmt und 2 Monate unbezahlt weg ist, dann ist er ja 4 Monate weg, dabei will er es nicht einmal 2 Monate sein. Oder verstehe ich was falsch?


    Er kann 2 Monate Elterngeld nehmen und währenddessen Teilzeit arbeiten, aber dann wird natürlich das Gehalt angerechnet (wird 67% von der Differenz zwischen Vollnetto und Teilzeitnetto bezahlt).
    Die anderen 2 Monate, die er Teilzeit arbeiten will, könnte er ohne Elterngeld nehmen, dann hätte er nur das Teilzeitgehalt. Finanziell würde es genau dem entsprechen, als ob er das Elterngeld für 4 Monate splitten würde (einfach die Hälfte vom Elterngeld in den ersten 2 Monaten beiseite legen).


    Das wäre, wie gesagt, das Gleiche, würde aber viel einfacher gehen, mit dem Antrag und so.


    Ich hoffe, das war jetzt verständlich.

  • Hier möchte ich ganz klar noch mal darauf hinweisen, dass sich der Bezugzeitraum nich verdoppelt! Bezugszeitraum ist immer nur einfach nur der Auszahlungszeitraum kann doppelt so lang sein. Das ist jedenfalls der rechtliche Unterschied!


    OK, das war eine begriffliche Unsauberkeit von mir. Ich meinte hier natürlich den verdoppelten Auszahlungszeitraum.


    Viermal das halbe Elterngeld ist leider nicht identisch mit zweimal das volle Elterneld, denn es wird ja erst die Einkommensdifferenz zur Berechnung genommen, somit ist dies auch gekürzt!


    Das habe ich ja fast genauso selbst geschrieben.


    Und Beschiß ist es nicht, ist einfach nur eine Vertragsgestaltung und die muss ja für die Elternzeit eh neu gemacht werden!


    Natürlich ist es Beschiß! Auf diese Weise wird der Elterngeldstelle eine Arbeitszeitregelung vorgetäuscht, die so nicht existiert, aus der sich aber ein finanzieller Vorteil für den Antragsteller ergibt. Wenn das nicht Beschiß ist, was dann? Nicht umsonst verlangt die Elterngeldstelle zur Berechnung des Elterngeldes eine genaue Aufstellung der Brutto- und Nettoverdienste in den Monaten vor der Geburt und während des Bezugs des Elterngeldes. Wenn man in dieser Aufstellung Falschangaben macht, dann kann ich das nur Beschiß nennen.


    Natürlich würde auch ich finanziell viel besser fahren, wenn ich über eine interne Regelung mit meinem Arbeitgeber meine Elternzeit offiziell so regeln würde, daß in meinen Bezugsmonaten der maximale Förderbetrag herauskommen würde und ich ansonsten voll arbeite. Aber dann müßte ich der Elterngeldstelle gegenüber lügen und das liegt mir nicht...


    Der Sinn war doch, dass er nicht 2 Monate am Stück weg von der Arbeit will, wegen Projekte oder so. Deswegen wollte er 4 Monate Teilzeit arbeiten.


    So hatte ich es auch verstanden, deshalb bin ich auch hauptsächlich auf eine Regelung mit vier Teilzeitmonaten eingegangen.


    Viele Grüße
    Volker

  • Natürlich ist es Beschiß! Auf diese Weise wird der Elterngeldstelle eine Arbeitszeitregelung vorgetäuscht, die so nicht existiert, aus der sich aber ein finanzieller Vorteil für den Antragsteller ergibt. Wenn das nicht Beschiß ist, was dann? Nicht umsonst verlangt die Elterngeldstelle zur Berechnung des Elterngeldes eine genaue Aufstellung der Brutto- und Nettoverdienste in den Monaten vor der Geburt und während des Bezugs des Elterngeldes. Wenn man in dieser Aufstellung Falschangaben macht, dann kann ich das nur Beschiß nennen.


    Nein, du sollst keine Falschangaben machen. Die Elterngeldstelle will lediglich von dir wissen, ob du unter 30h/Woche bleibst und was du verdienst.


    Einfach weil das erste erfüllt sein muss um überhaupt Anrecht aufs Elterngeld zu haben und das zweite, um die Höhe der Bemessungsgrundlage festzulegen. Ob es unsinnig usw. ist, interessiert sie nicht. Warum was ist auch nicht. Zusätzlich interessiert sie nachträglich noch der Geldeingang (so wird uns auch Elterngeld abgezogen für die Steuerrückzahlung aus Monaten, wo mein Mann keine Elternzeit hatte, aber es interessiert eben nur der Geldeingang, weil das Zuflussprinzip zählt.


    Was anderes macht man dann als Eltern auch nicht und was ist daran Beschiss nach den selben Richtlinien zu agieren, wie die Elterngeldstelle?


    Falschangaben sind ausdrücklich damit nicht gemeint!



  • Das habe ich ja fast genauso selbst geschrieben.


    Du sprachst davon, dass das EInkommen ein anderes ist, aber hier geht es ums Elterngeld, was geringer ist (weil ja das Teilzeitgehalt angerechnet wurde) und dann noch halbiert wird, also nicht deutlich weniger als sonst.



    Ich habe es so verstanden, ob es möglich ist, vier Monate Teilzeit zu arbeiten und Eltergneld zu beziehen und dabei nur 2 Monate zu verbrauchen und das gleiche Geld zur Verfügung zu haben, wie bei zwei Monaten Vollzeit arbeiten und zwei Monate Vollzeit zu Hause.

  • Ich hab mich da auch schon Informiert. Problem nur sobald man nebenbei etwas arbeitet wird einen das Elterngeld gekürzt also ist es meiner Meinung nach gar nicht so sinnvoll nebenher zu arbeiten.

  • Ich hab mich da auch schon Informiert. Problem nur sobald man nebenbei etwas arbeitet wird einen das Elterngeld gekürzt also ist es meiner Meinung nach gar nicht so sinnvoll nebenher zu arbeiten.


    Sinnvoll ist ja relativ. Bei uns ist meine Mann z.B. Alleinverdiener. Wir brauchen also sein Einkommen. Dadurch, dass er Teilzeit gearbeitet hat und ich zeitgleich den Sockelbetrag Elterngeld erhalten habe, konnten wir uns das leisten, dass er zu Hause geblieben ist (immerhin 10h die Woche bzw. diesmal sogar 15h), wir hatten dann nämlich das selbe Geld wie vorher.

  • Nein, du sollst keine Falschangaben machen. Die Elterngeldstelle will lediglich von dir wissen, ob du unter 30h/Woche bleibst und was du verdienst.


    Nennt mich meinetwegen naiv oder überkorrekt oder auch blöd, aber wenn ich vier Monate 50% arbeite und mit dem Arbeitgeber aushandele daß er mich stattdessen zwei Monate voll bezahlt und zwei Monate gar nicht, nur um bei der Elterngeldstelle mehr rauszuholen, dann bleibt das für mich Beschiß und ich persönlich würde das nicht machen. Aber das kann jeder für sich halten wie er/sie will...


    Ich hab mich da auch schon Informiert. Problem nur sobald man nebenbei etwas arbeitet wird einen das Elterngeld gekürzt also ist es meiner Meinung nach gar nicht so sinnvoll nebenher zu arbeiten.


    Deswegen hat man absolut gesehen trotzdem mehr wenn man in Teilzeit arbeitet. Außerdem ging es in diesem Fall ja darum, daß er in Teilzeit arbeiten wollte/mußte.


    Viele Grüße
    Volker

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